1. Die Halbwertzeit von Vorsitzenden schrumpft

    DLRG wird nur kommissarisch verwaltet / Die Starke Jugendarbeit lastet auf zu wenigen Schultern

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    RINTELN (ste). Erst im vergangenen Jahr wählte die DLRG Ortsgruppe Rinteln mit Christian Marx einen neuen Vorsitzenden. Der versprach, er werde Ruhe in die angespannte Vorstandsarbeit bringen. Doch nur wenige Monate später ließ er sein Amt ruhen, zog sich aus der Arbeit zurück und überließ seinem Stellvertreter Henning Wessel das Feld. Der leistete im guten Zusammenspiel mit seinem Restvorgang die Arbeit von seinem Arbeits- und Wohnort Braunschweig aus und leitete auch die Jahreshauptversammlung mit ihrer 18-Punkte starken Tagesordnung. Im kommenden Jahr wird neue gewählt. Dann muss auch die kommissarische neue Schatzmeisterin Bärbel Lucas offiziell gewählt werden, denn auch dieser Posten wurde mitten in der Wahlperiode von Sven Marx aufgegeben, ebenso wie die des Technischen Leiters von Jörg Balsmeyer. Die Vereinsarbeit ging dennoch weiter, obwohl, so Wessel, viel Arbeit auf viel zu wenig Schultern laste. Zahlreiche Abzeichen wurden für Schwimmer und Rettungsschwimmer abgenommen und vergeben. In seinem Jahresbericht bekannte Wessel offen, dass es bei der "Ruhe in der Ortsgruppe" noch Luft nach oben gäbe. Doch die Rintelner Ortsgruppe ist auf einem guten Weg. So soll noch in diesem Jahr ein besonders wichtiges Projekt in die Realisationsphase gehen. Das DLRG-Heim, bislang ein ungeheizter Raum im Freibad, soll zu einem veritablen Schulungsraum und Treffpunkt ausgebaut werden. Zu lange schon begnügen sind die Rettungsschwimmer mit beengten Verhältnissen im Weserangerbad. Außerdem sollen zwei Doppelgaragen dafür sorgen, dass die beiden Boote und das Fahrzeug der Ortsgruppe witterungsgeschützt untergestellt sind. Wie sozial die DLRG in Rinteln aufgestellt ist, zeigt der Beschluss des Vorstands, Jugendlichen von 18 bis 21 Jahren bei anerkannter Bedürftigkeit Zuschüsse für DLRG-Aktionen zu gewähren. Die größten Einnahmeposten waren im letzten Jahr neben den Mitgliedsbeiträgen die Altkleidersammlung mit über 2.000 Euro und der Sieg bei der Badeinselregatta mit 2.350 Euro. Aus der starken Jugendabteilung informierte Marius Spohr über die vielfältigen Aktivitäten. Neben sportlichen Aktivitäten hat die DLRG auch in diesem Jahr wieder viel vor. So präsentiert sie sich beim "Blaulichttag" am 2. Juni, gibt Schwimmkurse, begleitet das Weserschwimmen, veranstaltet einen Abzeichentag, trainiert die Polizei im Fließgewässer und vieles mehr. Damit das finanziell auch alles gewuppt werden kann, wurde von der Versammlung einstimmig der Jahresbeitrag für Jugendliche von 25 auf 30, bei Erwachsenen von 30 auf 40 und bei Familien von 60 auf 80 Euro erhöht. Die Satzung wurde auf Anforderung des Finanzamtes so angepasst, dass die Gemeinnützigkeit nicht in Frage gestellt werden kann. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Gabriele Rinne, Jörg und Axel Balsmeyer geehrt. 50 Jahre dabei sind Ilse Rosendahl, Heinz Tegtmeier, Wilhelm Siegmann, Wolfgang Reimers und Heinrich Möller. Das DLRG-Verdienstabzeichen in Bronze gab es für Uwe Sievert und das in Gold für Michael Henkel, beides Motoren für die Sportabzeichenabnahme. Foto: ste

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