1. Die Idee wird nun von den drei Gemeinden getragen

    Sprecher der CDU-/WGS-Gruppe Drewes über die Fusion

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    SAMTGEMEINDE (r/gi). Der Sprecher der Gruppe CDU/WGS im Rat der Samtgemeinde Sachsenhagen, Klaus-Dieter Drewes, hat unserer Zeitung exklusiv eine Stellungnahme zur möglichen Fusion der Samtgemeinden Nenndorf, Lindhorst und Sachsenhagen abgegeben: "Neu ist die Idee nicht, jedoch wird sie nun von den Hauptverwaltungsbeamten der drei Samtgemeinden Bad Nenndorf, Lindhorst und Sachsenhagen in die Kommunalpolitik der drei Samtgemeinden getragen. Bereits vor einigen Jahren haben gerade wir in unserer Samtgemeinde über veränderte Strukturen nachgedacht. Mit der Gebietsreform wurden vor nunmehr über vierzig Jahren die heutigen Strukturen geschaffen. Kleine Einheiten, die nah an und mit den Gemeinden agieren, wurden gebildet. Doch ist dies das Modell der nächsten vierzig Jahre? Darauf müssen wir eine Antwort finden. In Schleswig-Holstein gibt es beispielsweise keine Samtgemeinden, dort haben sich die Gemeinden verwaltungstechnisch in sogenannten Ämtern zusammengeschlossen. Es gibt dort also nur gemeinsame Verwaltungen, ein Modell das es in Niedersachsen nicht gibt, das allerdings große effektive Verwaltungen geschaffen hat. Dies ist aus unserer Sicht auch wichtig. Die Verwaltungen müssen effektiv, digital, fachlich kompetent und für die heutigen sowie zukünftigen Aufgaben effizient aufgestellt sein. Können wir dies auch in den nächsten Jahren in den heutigen Strukturen erhalten und garantieren? Können notwendige Experten in den kleinen Samtgemeinden gehalten beziehungsweise gewonnen werden? Sind wir als Grundzentren in diesen Strukturen zukunftsorientiert und wirtschaftsfördernd aufgestellt? Mit diesen Fragen müssen wir uns auseinandersetzen und dazu gibt die aktuelle Diskussion eine sehr gute Grundlage. Bürgernähe, Dienstleistungsorientierung und Leistungen vor Ort und effektive, der Zeit und Zukunft angepasste Verwaltungsstrukturen, gilt es zu erhalten und zu schaffen. Die Ratsmehrheitsgruppe aus CDU und WGS im Rat der Samtgemeinde Sachsenhagen ist sich der Verantwortung in diesem Prozess bewusst. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen, dieses Vertrauen ist unser Fundament und das wollen wir nicht enttäuschen. Derzeit geht es jedoch noch nicht um eine Fusion von Samtgemeinden, sondern zunächst einmal erst um die Frage, ob wir bereit sind, in Gespräche einzusteigen. Dies haben wir in der aktuellen Situation zunächst einmal zu diskutieren und dann bis zum Sommer einen entsprechenden Beschluss zu bringen. Zu welchem Ergebnis diese Gespräche führen, wird sich zeigen. Ein endgültiger Schritt zur Bildung einer neuen Samtgemeinde ist nach den Sondierungsgesprächen nur mit der Zustimmung aller Gemeinden und einer 2/3-Mehrheit des Samtgemeinderates möglich. Allein dies unterstreicht die notwendige Einbindung aller Gemeinden und kommunalen Vertretern. Unser politisches Mandat ist unser Antreiber, aber auch unsere Verpflichtung unsere Strukturen regelmäßig zu überprüfen. Dies gilt es nun zu tun." Foto: privat

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