1. Keiner unterschätzt Gladbach

    96 spielt heute um 15.30 Uhr gegen die Fohlenelf / "gut und entschlossen"

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    HANNOVER (bb). Einen Punkt Vorsprung hat Hannover 96 auf Borussia Mönchengladbach, unterschätzen werden die "Roten" die Gäste am heutigen Spieltag jedoch nicht (Anpfiff in Hannover 15.30 Uhr). Nach vier Niederlagen in Folge stecken die Fohlen zwar in einer Ergebniskrise, wissen jedoch noch immer ein druckvolles Angriffsspiel aufzuziehen. Obwohl 96 gegen den 1. FC Köln zuletzt beim 1:1 nur einen Teilerfolg erreichte, lief der Spieltag nahezu optimal für die Hannoveraner. Weil die Mehrzahl der Mannschaften im oberen Mittelfeld Niederlagen kassierte, schoben sich die "Roten" bis auf Tabellenplatz sieben vor. Der Abstand auf den Relegations-Rang bleibt mit neun Zählern komfortabel. Hannover startete gegen das Schlusslicht aus Köln sehr ordentlich. Zwar geriet die Mannschaft durch ein Missgeschick von Felix Klaus bei einem Standard in Rückstand, beherrschte die Partie jedoch insgesamt. Der Ball lief weitgehend sicher durch die roten Reihen, während die Kölner Aufbauversuche weitgehend versandeten oder von den 96ern abgefangen und zu Gegenangriffen genutzt wurden. Der Ausgleich durch Niclas Füllkrug nach starker Vorarbeit von Iver Fossum war denn auch nur folgerichtig. 96 bestimmte die Begegnung bis in die zweite Hälfte und war auch merklich gefährlicher als die Kölner Gastgeber. Soweit eine Leistung, die auch den Reifeprozess widerspiegelte, welchen die Riege von 96-Trainer André Breitenreiter im Laufe der Serie vollzogen hat. Bald schlich sich im zweiten Durchgangs allerdings ein Bruch ins Spiel der Hannoveraner ein. Köln arbeitete sich in die Begegnung hinein und erreichte mehr Kontrolle. 96 verlor Zugriff besonders im zentralen Mittelfeld, durch das sich die Gastgeber nun mehrmals relativ einfach kombinieren durften. 96 vergeigte sich bietende Konterchancen und stieß in der Endphase gar nicht mehr entschlossen nach, obwohl sich dazu Lücken ergaben. Am Ende wackelten die Hannoveraner. Hier wird gegen Gladbach und in der weiteren Entwicklung anzusetzen sein. Genaueres Passspiel in Umschaltsituationen und im torgefährlichen Bereich ist gefragt. Ein Verlust an Geschlossenheit wie gegen Köln könnte gegen Gladbach bitter bestraft werden. Wobei die "Fohlen" zuletzt selbst an Problemen zu knapsen hatten. Das Team vom ehemaligen 96-Coach Dieter Hecking kombiniert gut und arbeitet entschlossen, um wieder zu Punkten zu kommen. Zuletzt spielten sich die Gladbacher auch gegen Dortmund ein Chancenplus heraus. Allerdings lassen die Angreifer beste Möglichkeiten großzügig liegen. So belohnt sich die Elf nicht und gibt dem Gegner die Möglichkeit zurückzuschlagen. Und weil die Hintermannschaft nicht durchgängig sattelfest ist, wird der Chancenwucher häufig bestraft. Dafür war die 0:1-Niederlage gegen Dortmund am vergangenen Wochenende geradezu beispielhaft. Bleibt zu hoffen, dass die Gladbacher Offensive nicht gerade gegen 96 ihr Schussglück wiedererlangt. Das Hinspiel entschieden die Borussen mit 2:1 knapp für sich, die heimische Kulisse gibt den Hannoveranern allerdings oft einen Extraschub. Nach überstandener Grippe wird Waldemar Anton in die erste Elf zurückkehren. Einen Tiefschlag muss Edgar Prib verkraften. Kürzlich ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, zog er sich erneut einen Kreuzbandriss zu.Foto: archiv bb

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