1. Der Landrat zu den Fusionsgedanken

    Einheiten dürfen keine bloßen Kunstgebilde werden und müssen Probleme lösen

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    LANDKREIS (jl). Dass die drei Nordkommunen die Diskussion über eine mögliche Verschmelzung führen, sei "vor dem Hintergrund der geschilderten Probleme gut", erklärt Landrat Jörg Farr und sichert auf Wunsch die aktive Unterstützung des Landkreises zu. Letztendlich müsse jede Gemeinde für sich entscheiden, wie sie sich organisiert. In Niedersachsen gebe es Beispiele für "gelungene, aber auch für später nicht so gut funktionierende Fusionen". Damit der erstere Fall eintritt, ist es seiner Einschätzung nach wichtig, dass Zusammenschlüsse freiwillig in den Orten erfolgen. Sie sollten sowohl von der Verwaltung und Politik als auch den Bürgern getragen werden. Und: "Die neu entstehenden Einheiten dürfen keine bloßen Kunstgebilde werden, sondern müssen auch später eine Gemeinschaft bilden können." Denn wichtig sei, so der Landrat, dass sich Bürger mit ihrer Gemeinde identifizieren können. Zudem brauche es vor dem Zusammenschluss klare Verabredungen und Strukturen, zum Beispiel wie öffentliche Einrichtungen finanziert werden. Dass der Landkreis langfristig womöglich aus nur noch vier Großkommunen bestehen könnte, sind Farr zufolge Gedanken, die bereits seit mehr als zehn Jahren immer mal wieder auftauchten. Konkretes abseits der nördlichen Bemühungen gebe es aber nicht: "Momentan sind mir keine weiteren Fusionsgespräche bekannt."

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