1. "Nordschaumburg" geplant

    Fusion von Nenndorf, Lindhorst und Sachsenhagen soll die Finanzen verbessern

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    LANDKREIS (jl). Aus drei mach eine: Das haben sich zukunftsweisend die Samtgemeinden Nenndorf, Lindhorst und Sachsenhagen gedacht - und streben eine Fusion an. Der dieser Tage öffentlich gemachte Plan sieht vor bis zum Kommunalwahljahr 2021 zur Großkommune "Nordschaumburg", so der derzeitige Arbeitstitel, zu verschmelzen. Die wäre mit dann mehr als 35.000 Einwohnern die größte in Schaumburg. Hintergrund des Mammutvorhabens sei die Sicherung der Leistungsfähigkeit kleinerer Samtgemeinden, wie die Bürgermeister Mike Schmidt (Nenndorf), Andreas Günther (Lindhorst) und Jörn Wedemeier (Sachsenhagen) berichten. Letzterer betont: "Wir müssen schlagkräftig aufgestellt sein, damit das dörfliche Leben auch noch in einem Jahrzehnt weiterhin so erfolgreich gelingen kann." Denn gerade im ländlichen Bereich gestalte es sich für kleinere Kommunen immer schwieriger die Anforderungen zu bewältigen. Das gelte vor allem in personeller Hinsicht. Ein "Weiter so" werde es langfristig nicht geben. Wedemeier macht dies am Beispiel Sachsenhagen fest: 20 Mitarbeiter - davon die Hälfte in Teilzeit - halten das Tagesgeschäft am Laufen. Wird einer krank, steht die Verwaltung oftmals vor dem Problem, auf keine fachliche Vertretung zurückgreifen zu können. Das wäre in einer großen Samtgemeinde weitaus flexibler lösbar. Zudem würde die Verschmelzung dazu führen, dass die Kommunen im Verbund jährlich 3,5 Millionen Euro mehr an Unterstützung vom Land erhielten. "Absolut nicht gewünscht", betont das Trio, sei eine Einheitsgemeinde. Die Mitgliedskommunen blieben nach wie vor eigenständig. Auch für den Bürger soll sich praktisch nichts ändern. Wie es jetzt weitergeht, was der Landkreis dazu sagt und warum Rodenberg als direkter Nachbar Nenndorfs nicht mit im Boot sitzt, lesen Sie in mehreren Berichten im Innenteil der heutigen Ausgabe. Foto: jl

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