1. Traditioneller Wintereinbruch auf dem Arbeitsmarkt

    Saisonüblicher Anstieg im Januar / Nachfrage bleibt stabil

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    LANDKREIS (mk). Im Januar 2018 sind die Arbeitslosenzahlen im Hamelner Agenturbezirk saisonbedingt angestiegen: 13.061 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 820 mehr als im Vormonat (+6,7 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2017 waren es 359 Männer und Frauen weniger. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im Dezember. Bei den Arbeitsagenturen in der Arbeitslosenversicherung stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 690 auf 4.508 Personen an (+18,1 Prozent). In der Grundsicherung waren bei den Jobcentern 8.553 Arbeitslose gemeldet, 130 mehr als im Dezember (+1,5 Prozent). Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit Hameln, zu der aktuellen Entwicklung: "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist charakteristisch für den Januar. Ein großer Teil derer, die sich im vergangenen Monat arbeitslos gemeldet haben, wird im Frühjahr wieder in Arbeit gehen. Für ungelernte Arbeitskräfte ist das Risiko arbeitslos zu werden und zu bleiben allerdings weiterhin groß. Rund 55% der Arbeitslosen hatte im Januar keine abgeschlossene Berufsausbildung. Zwar ist der Bestand an Arbeitsstellen konstant hoch, gesucht werden aber in erster Linie Fachkräfte. Deshalb wollen wir in 2018 weiterhin die Weiterbildung von Geringqualifizierten fördern." Im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln waren im Januar 3.273 Ausländer arbeitslos gemeldet. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Personen, die schon länger im Weserbergland leben, als auch neu hinzugekommene, geflüchtete Menschen. Die Anzahl derer, die aus ihrem Heimatland geflohen sind und sich bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen im Agenturbezirk Hameln arbeitslos gemeldet haben, belief sich im Januar auf 1.331 Personen. Weitere 1.488 Geflüchtete befanden sich in Integrationskursen und Qualifizierungsmaßnahmen. Der Bestand an offenen Stellen sank im Januar im Vergleich zum Vormonat Dezember leicht (-74 / -2,3%). Derzeit sind 3.080 Stellen gemeldet; 602 mehr als im Vorjahr (+24,3%). Im Januar 2018 gingen 700 neue Stellen ein, 49 weniger als im Dezember, aber 50 mehr als vor einem Jahr. Von den 3.080 gemeldeten Stellen sind 2.890 sofort zu besetzen. Die durchschnittliche Vakanzzeit liegt im Januar bei 147 Tagen.

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