1. Sattelzug steckt im Deister fest

    Nächtlicher Regen weicht Waldboden auf / Niemals blind auf Navi verlassen

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    LAUENAU (em). Am frühen Mittwochmorgen, 31. Januar. wurde die Polizei in den Deister geschickt. Gegen 4.30 Uhr meldete ein Disponent einer Spedition, dass er keinen Kontakt mehr zu zweien seiner Fahrer hätte. Diese sind vom Navigationsgerät in den Deister gelotst worden. Aus Lauenau hinaus ging es hoch in Richtung Forsthaus Blumenhagen. Bis dort hin ist der Weg noch gepflastert, danach beginnt der Wald und damit auch der unbefestigte Weg. Die beiden Fahrer ließen sich vom Weg und dem regnerischen Wetter nicht beirren und fuhren in den 
Deister hinein. Schließlich war dies die vorgeschlagene Route des Navigationsgerätes. Der Regen hatte den Boden aber schon ziemlich aufgeweicht, die Spuren, die der Sattelzug hinterließ, waren sehr tief und deutlich zu erkennen. Sie führten bis tief in den Wald hinein. In einer Kurve war die Fahrt allerdings jäh beendet, weil der Lastwagen zur rechten Seite wegkippte. An dieser Stelle war der Boden so weich, dass die Maschine, mit acht Tonnen Gewicht auf dem Anhänger, nicht weiterfahren konnte. Es ging weder vorwärts noch rückwärts. Die Fahrer hatten bereits vorher enormes Glück, nicht einen Abhang hinuntergerutscht zu sein. Die zuständige Streifenbesatzung der Polizei musste selbst aufpassen, sich nicht im tiefen Matsch festzufahren. Im Laufe des Mittwochvormittags versuchte die Firma, das Fahrzeug zu bergen. Dafür soll ein Traktor in den Deister kommen, der den Lkw sowohl vorne als auch seitlich aus dem Schlamm ziehen soll. Auch wenn die Wege durch den Deister theoretisch befahrbar sind und in Navigationsgeräten als Straße angezeigt werden, sollte sich jeder Autofahrer sich dennoch auf seinen Instinkt verlassen. Man sollte sich niemals blind auf sein Navigationsgerät verlassen. Außerdem dürfen nur Forstfahrzeuge auf diesen Wegen verkehren. Und wenn man sich dennoch darüber hinwegsetzt, sollte man, gerade bei schlechtem Wetter, die schmalen Wege mit einem Sattelzug tunlichst meiden. Foto: em

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