1. Im Gummiboot geht es über das kalte Wasser

    18. Obernkirchener Eiswette im Sonnenbrinkbad: Paddeln statt Schwimmen / Große Bedeutung des Bades für Umland

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    OBERNKIRCHEN (bb). Per Gummiboot haben sich vier Wagemutige am vergangenen Wochenende im Rahmen der Obernkirchener Eiswette an die Überquerung des Schwimmerbeckens im "Sonnenbrinkbad" gemacht. So kamen sie trockenen Fußes an die andere Beckenseite, die Eiswette gewannen allerdings die Loskäufer. Fünf Grad Wassertemperatur las die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers vom Thermometer ab. Und wie nicht anders zu erwarten, hatte der mit Bürgermeister Oliver Schäfer, Vorsitzender des Fördervereins Sonnenbrinkbad, erprobte Bügeleisentest keine Eisschicht, sondern lediglich verdampfendes Wasser ergeben. "So schafft es niemand trockenen Fußes über das Becken. Wir brauchen Hilfsmittel", hielt Marja-Liisa Völlers fest. Als diese Hilfsmittel sollten Gummiboote dienen. Der Landtagsabgeordnete Karsten Becker, Landrat Jörg Farr, Thomas Stübke vom Förderverein Sonnenbrinkbad und Ratsfrau Kirsten Battaglia bereiteten sich bereits auf die Überquerung vor. Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer machten sich dann das Duo Stübke/Farr und das Duo Becker/Battaglia auf zu "neuen Ufern". Wobei die Hinfahrt als Solopart erfolgte, am anderen Ende des Beckens stieg jeweils der Teampartner zu, gemeinsam ging es an die Rückfahrt. Zwar stand für beide der Teams ein Gummiboot zur Verfügung. Stübke durfte sich jedoch in ein stromlinienförmiges Kajakmodell schwingen, während Becker ein geräumiges, weitausladendes Boot übernahm. So besaßen Stübke und Farr konstruktionsbedingt einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil. Da nützte weder das schnelle Zusteigen von Battaglia etwas, noch der Versuch, den Kurs der in ihrem schnittigen Boot heranrauschenden Gegner zu kreuzen. Farr und Stübke kamen deutlich schneller ins Ziel. Beim Aussteigen ließ sich der Landrat jedoch Zeit, so dass er und Becker gleichzeitig die Zielglocke läuteten und der Wettbewerb in einem einvernehmlichen Unentschieden endete. Deutlich weniger Zuschauer als in den Vorjahren hatte Moderator Giovanni Di Noto zu Beginn der beliebten Veranstaltung im Sonnenbrinkbad begrüßen. Die sich an der Wette beteiligenden Politiker hoben im Dialog mit Di Noto die Bedeutung des Bades für Obernkirchen und das Umland hervor. Landrat Jörg Farr betonte, dass derartige Bäder "ganz dringend" benötigt würden. Dies zeige schon die Tatsache, dass viele Kinder heute gar nicht mehr Schwimmen könnten. Er lobte das ehrenamtliche Engagement, das Bürger über die Jahre für das Bad aufgebracht hätten. Kommunal betrieben, wäre der Unterhalt solcher Einrichtungen deutlich teurer, so Farr. Auch würde in diesem Fall wohl keine so große Identifikation erreicht. Er wünsche eine tiefe Verankerung des Bades in der Bürgerschaft Obernkirchens, um dessen weiteren Betrieb dauerhaft zu sicherzustellen. Gleichermaßen hatten zuvor Karsten Becker und Marja-Liisa Völlers argumentiert. Nach der eigentlichen Eiswette kam es zur Tombola-Verlosung der rund 60 Preise und neun Hauptpreise.Foto: bb

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