1. "Sedai Druck" in Schieflage Einst Investment in Bad Nenndorf geplant, nun Insolvenzverfahren angemeldet

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    BAD NENNDORF/HAMELN (bb/mk). Offenbar waren es tiefgehende finanzielle Schwierigkeiten, welche das Unternehmen "Sedai" dazu gebracht haben, den vereinbarten Kauf eines Grundstückes zum Aufbau eines Druckzentrums in Bad Nenndorf nicht zu verwirklichen. Das Hamelner Druckunternehmen meldete am Mittwoch Insolvenz an. Nachdem sich Anfang Januar das angekündigte Investment in Bad Nenndorf in Höhe von rund 50 Millionen Euro wie berichtet endgültig zerschlug, zittern einige Wochen später die rund 200 Mitarbeiter am Stammsitz in Hameln um ihre Arbeitsplätze. "Sedai Druck GmbH und Co.KG" hat am 31. Januar beim Amtsgericht Hameln einen Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht hat Rechtsanwalt Rainer Eckert aus Hannover als Insolvenzverwalter eingesetzt, wie dessen Kanzlei vermeldet. Michael Schütte von der Anwaltskanzlei betont, dass aktuell die Konkursmasse gesichert werde. Weiterhin solle "der Geschäftsbetrieb stabilisiert werden." Die Gehälter, so Schütte, seien bis einschließlich März gesichert. Dies geschehe aktuell durch die Aufnahme eines Darlehens, welches durch das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur später wieder ausgeglichen wird. Zu den Verbindlichkeiten und der Zahl der Gläubiger wollte die Kanzlei noch keine Auskunft geben. Eine nachhaltige Sanierung solle eingeleitet werden. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Für die Stadt Bad Nenndorf hat die Pleite des Hamelner Unternehmens nun letztlich keine praktischen Auswirkungen mehr. Ende 2016 hatte "Sedai Druck" angekündigt, im Gewerbegebiet Gehrenbreite in der Kurstadt massiv zu investieren. Ein modernes Druckzentrum sollte hier entstehen, ein Kaufvertrag für das entsprechende Grundstück wurde abgeschlossen. Als "Sedai" die Zahlung des Kaufpreises von 1,6 Millionen Euro jedoch immer wieder verschob, war kurz nach dem Jahreswechsel die Geduld der Stadt aufgebraucht. Diese trat vom Kaufvertrag zurück. Die Verwaltung um Stadtdirektor Mike Schmidt leitete die Vermarktung an andere Investoren ein. Dabei sei eine rege Nachfrage zu verzeichnen, wie Schmidt schon Anfang Januar festhielt. Durch den Verkauf an andere Investoren, voraussichtlich in kleineren Parzellen, sei auch kein finanzieller Verlust zu erwarten. Foto: jl

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