1. Mehr als 10 Millionen Euro für die Sanierung des Badehotels

    Historisches Gebäude soll wieder einen Nutzen bekommen

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    BAD EILSEN (gr). Das seit langem leerstehende Badehotel in Bad Eilsen wird langsam wieder mit Leben gefüllt. Doch bevor das geschehen kann, muss der Gebäudekomplex saniert werden. Aktuell sind Handwerker dabei, das Gebäude zu entkernen, die Nasszellen der früheren Patienten zurückzubauen und Wände herauszureißen. In Sammelcontainern vor dem Gebäude warten die alten Möbelstücke auf die Abfuhr. Die First-Retail-Gruppe aus Bielefeld hat das Badehotel im vergangenen Jahr von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Hannover-Braunschweig erworben. Über den Kaufpreis will Marc Baumann, Mitgesellschafter der DRV, nicht sprechen. Er spricht lieber über die bevorstehenden Maßnahmen: "Für die Rückbauarbeiten sind etwa drei bis vier Monate veranschlagt, danach folgt die eigentliche Sanierung, und zwar von oben nach unten." Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf mehr als zehn Millionen Euro. Dabei sollen sämtliche Fenster und Türen erneuert werden und die Fassade einen neuen Anstrich erhalten. Außerdem sollen alle ehemaligen Patientenzimmer in ihrer Größe aneinander angeglichen werden und mit barrierefreien Badezimmern ausgestattet werden. Auf der Eingangsseite sollen zwei 25 bis 30 Quadratmeter große Balkone angebaut werden, dies geschieht in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Der historische Charakter soll um unbedingt erhalten bleiben. Außerdem soll in das Gebäude ein Wärmeenergie und Strom erzeugendes Blockheizkraftwerk installiert werden, um das Gebäude auch energetisch auf Vordermann zu bringen. Die Sanierung hat den Zweck, das Gebäude wieder nutzbar zu machen. Im Erdgeschoss sollen eine Tagespflegeeinrichtung, ein Schulungszentrum und ein öffentliches Restaurant angesiedelt werden. Zudem könnten eine Arztpraxis und eine Physiotherapiepraxis entstehen. Über zwei Stockwerke soll sich eine "vollstationäre Dauerpflege" erstrecken, in den Dachgeschossen ein "Betreutes Wohnen". Läuft alles planmäßig, sind Ende 2018 die erste Teile des Badehotels fertiggestellt; Ende 2019 ist der Abschluss des Gesamtprojekts vorgesehen. Neben der Sanierungsarbeiten lässt das Unternehmen auf dem Grundstück oberhalb des Badehotels zwei Mehrfamilienhäuser bauen, die ebenfalls barrierefrei ausgestattet werden sollen. Eine ambulante Versorgung der dort lebenden Menschen über die Pflegeeinrichtung im Badehotel könnte so erfolgen. Foto: gr

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