1. Ein sehr arbeits- und ereignisreiches Jahr für die Ortsfeuerwehr Lindhorst

    Einsätze steigen um mehr als 50 Prozent / Etwa 4.000 Stunden ehrenamtlich

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    LINDHORST (bt). Die Anzahl der bei der Jahreshauptversammlung auf eine Leinwand geworfenen Bilder ließ die Häufigkeit der Einsätze schnell sichtbar werden. Schlugen im Jahr 2016 die Funkmeldeempfänger der Aktiven bei der Feuerwehr Lindhorst zwanzigmal an, so geschah das im letzten Jahr 31-mal. Zwölfmal wurden die Kräfte gerufen, um Brände zu löschen; 18-mal leisteten sie Hilfe unter anderem bei Verkehrsunfällen und Unwetterschäden. Auch einen Fehlalarm verzeichnet die Statistik. Die lässt ebenfalls erkennen, dass rund 4.000 Stunden ehrenamtlich geleistete Arbeit angefallen sind, wobei Zeiten für die Vor- und Nachbereitung der Aktivitäten, für Besprechungen und Sitzung, für die Arbeit der Funktionsträger auch bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr gar nicht erfasst wurden. Mit 15 Helfern rückte die Wehr im November aus, um bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Straße Richtung Sachsenhagen zur Rettung des Fahrers aus seinem total demolierten Fahrzeug beizutragen. Die Maßnahmen gestalteten sich schwierig, berichtete Ortsbrandmeister Jörg Böhnke. Dennoch sei es der Wehr gelungen, den Fahrer zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Anhand dieses Einsatzes verdeutlichte Böhnke, welchen Belastungen seine Kameraden bei derart kritischen Einsätzen ausgesetzt sind. Alle Einsatzkräfte arbeiteten unter enormem Zeitdruck. Dazu komme die psychische Inanspruchnahme, so der Ortsbrandmeister. Das erste Einsatzfahrzeug seit bereits nach dreineinhalb Minuten ausgerückt und nach fünfeinhalb Minuten an der Unglücksstelle eingetroffen. "Dies ist eine erstklassige Leistung, auf die ich als Ortsbrandmeister und alle beteiligten Kameraden stolz sein können", sagte Böhnke. Die Lindhorster Wehr profitiere davon, dass sie zahlreiche im Rettungsdienst ausgebildete Kameraden in ihren Reihen habe. Neben den 42 aktiven Mitgliedern gehören der Ortsfeuerwehr 10 Mitglieder in der Altersabteilung an. Die Anzahl der Förderer beläuft sich auf 365. Die im letzten Jahr angefallenen Einsätze ließen den Trend erkennen, dass er und seine Kameraden verstärkt zur Unterstützung des Rettungsdienstes oder bei Türöffnungen angefordert würden, hob Böhnke hervor. Dies weise auf einen Wandel in der Gesellschaft hin, in der immer mehr Menschen alleine lebten und im Notfall auf fremde Hilfe angewiesen seien. Zudem häuften sich Einsätze, bei denen es gelte, die Folge von Unwettern, von Sturm und Starkregen zu beseitigen. "Ein sehr arbeitsreiches und ereignisreiches Jahr liegt hinter der Wehr", betonte Böhnke. Gleich 13 Mitglieder der Wehr bildeten sich im Berichtszeitraum auf Landkreis- und Landesebene fort. In seinem Grußwort sprach Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther den Einsatzkräften Dank für die ausgezeichnete und verlässlich erbrachte Arbeit aus. Der Ortsbrandmeister und seine Kameraden seien für die Verwaltung ein "verlässlicher Partner", der sich durch enormen Sachverstand auszeichne und mit Augenmaß tätig sei. "Ihr leistet auch ein tolle Jugendarbeit", lobte der Bürgermeister. Bei der als H2Os bekannten Lindhorster Kinderfeuerwehr machen regelmäßig 21 Jungen und Mädchen mit, informierte Christian Harmening die Versammlung. Nach Angaben von Christopher Sendler besteht die Jugendfeuerwehr aus 13 Jungen und sechs Mädchen. Sieben Betreuer sorgen für deren feuerwehrtechnische Ausbildung. Laila Harmening und Lukas Wickbold hat die Jugendwehr gerade an die Ortsfeuerwehr abgegeben. Bei den im Rahmen der Jahreshauptversammlung anstehenden Wahlen sprachen sich die Aktiven einstimmig erneut für Jürgen Zimmer als Zeugwart aus. Uwe Claus trat die Nachfolge für Stefan Diekmann im Amt des Sicherheitsbeauftragten an. Andrè Pittelkow gehört der Wehr ab sofort als Hauptlöschmeister an, für Christopher Sendler und Ingo Beyer wurde die Beförderung zum Oberlöschmeister ausgesprochen. Paul Bönisch und Timo Siebert sind jetzt Hauptfeuerwehrmänner, Dustin Drews und Tobias Koschnick erhielten die Schulterstücke für den Rang des Oberfeuerwehrmanns ausgehändigt. Justin Scherf beförderte der Ortsbrandmeister zum Feuerwehrmann. Hans - Jürgen Drews trat 1977 in die Lindhorster Jugendfeuerwehr ein. Noch immer ist er als Aktiver tätig. Dies gilt ebenfalls für Walter Hardekopf, der seit seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr 1967 seine Verbundenheit mit dem Feuerschutzwesen unter Beweis stellt. Joachim Muth zeichnete Drewes für seine 40-jährige Zugehörigkeit und Hardekopf für seine 50-jährige Mitgliedschaft mit den entsprechenden Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen aus. Seit vier Jahrzehnten gehört Werner Witte, seit fünf Jahrzehnten Frank Sendler der Feuerwehr an. Den beiden Mitglieder der Altersabteilung verlieh Muth Ehrennadeln des Landesfeuerwehrverbandes. 36 Förderern dankte Böhnke mit einem kleinen Geschenk für deren 40-jährige Unterstützung der Wehr. Kleine Geschenke gab es ebenfalls für vier fördernde Mitglieder, die seit 25 Jahren dabei sind. Foto: bt

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