1. Rassistische Beleidigungen beim Mainz-Spiel

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    HANNOVER (bb). So packend die Partie von Hannover 96 gegen Mainz war, so erschütternd sind die im Nachgang öffentlich gewordenen rassistischen Beleidigungen durch eine Gruppe von 96-Fans gegen die Mainzer Spieler Leon Balogun und Anthony Ujah. 96 distanzierte sich in einer Stellungnahme "aufs Schärfste" von den rassistischen Vorfällen und Präsident Martin Kind erstattete für den Verein Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung.Leon Balogun, Ex-Spieler von Hannover 96, hatte den Vorfall öffentlich gemacht. Nach seinen Angaben seien er und Teamkollege Ujah beim Warmmachen in Hälfte zwei hinter dem Tor in der 96-Kurve aus einer Gruppe von vier bis sieben Personen heraus zunächst angepöbelt und anschließend unter anderem mit Affenlauten rassistisch beleidigt worden. Hinweise von Zeugen bestätigen die Vorkommnisse. Die rassistischen Anfeindungen erfolgten demnach aus dem Unterrang des Fanblocks. Der Verein sicherte zu, alles zu tun, um die Gruppe zu identifizieren und zu sanktionieren. Gleichzeitig hielt 96 ebenso wie der "Arbeitskreis 96-Fans gegen Rassismus" in einer Stellungnahme fest, dass es sich nur um eine kleine Gruppe handle, "die nichts mit den Werten des Clubs gemeinsam" habe. Der Arbeitskreis forderte alle 96-Fans auf "bei rassistischen Bemerkungen nicht wegzuhören, sondern klar und deutlich Stellung zu beziehen, dass Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit weder in unserem Stadion noch sonst wo einen Platz hat".

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