1. Weihnachtsgeschenke für die vielen Amphibien

    Neue Lebensräume in Auenlandschaft für Erdkröte & Co.

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    HOHENRODE (ste). Kurz vor dem Jahresende sind in der Auenlandschaft Lkw und Kettenbagger angerückt, um neue Lebensräume für Amphibien zu schaffen und das Naturschutzgebiet damit aufzuwerten. "Wir sind sehr froh, dass wir Erdkröte, Teichmolch & Co. damit noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel ein nachhaltiges Geschenk machen konnten", freut sich Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln. Unter fachkundiger Bauleitung von Bruno Scheel wurden gleich zwei Maßnahmen durchgeführt: Zunächst wurde ein etwa 100 Quadratmeter großes Gewässer in der Nähe des geplanten Aussichtsturmes errichtet, das neben der ökologischen Funktion auch der Umweltbildung dient. "Dieses Gewässer ist als sogenannter Schautümpel konzipiert und soll auch dem Naturerleben dienen. Im Rahmen des WeserErleben-Projektes ist hier eine Infostation zu Amphibien geplant", wie Scheel weiß. Die Besucherinnen und Besucher der Auenlandschaft können so etwas über Lebensräume in der Aue erfahren und zugleich die schützenswerten Amphibien in ihrem Lebensraum beobachten. Dieses Gewässer wurde im Rahmen des Gelbbauchunkenprojektes des NABU Niedersachsen realisiert. Darüber hinaus ist man nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde schnell einig darüber geworden, dass weitere Maßnahmen im Westbereich des Naturschutzgebietes zur Aufwertung von Amphibienlebensräumen sinnvoll sind. Im Anschluss wurden dort neun weitere Gewässer angelegt. Der angefallene Erdaushub konnte gleich für die Herstellung von Winterquartieren genutzt werden. "Mit der Beweidung, die im Naturschutzgebiet und auf der angrenzenden Pachtfläche durchgeführt wird, haben wir optimale Bedingungen", so Büscher. Die Weidetiere sorgen nicht nur für den Erhalt von artenreichem Grünland, sondern ganz nebenbei dafür, dass die nun angelegten Gewässer nicht zuwachsen. Auf diese Weise bleiben diese Tümpel für Gras- und Teichfrosch sowie andere Amphibienarten als Lebensräume lange erhalten. Die Tümpel im Westbereich wurden mit Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert. Foto: privat

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