1. "Hin und Her" auf einer langen Brücke

    Das Didel-dadel-dum-Theater gastiert mit Komödie im Lauenauer Sägewerk

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LAUENAU (al). Schon die Idee ist ungewöhnlich; und mehr noch das Plakat, das für das neue Stück wirbt: Zum 19. Mal stehen Jugendliche und Erwachsene auf der Bühne mit ihrem "Didel-dadel-dum-Theater" und gastieren an einem Abend auch im Lauenauer Sägewerk. Diesmal haben sich die wiederholt international ausgezeichneten Mimen eine Komödie ausgesucht. "Hin und Her", heißt die zweiteilige Posse des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth, die von Stefan Zawilla frei interpretiert worden ist. Den Mittelpunkt des Geschehens bildet eine einfache Holzbrücke, die über einen Grenzfluss zwei Staaten miteinander verbindet. Auf der einen Seite wacht die Grenzerin Johanna Szamek mit ihrer Tochter Eva, am gegenüberliegenden Ende der junge und sehr attraktive Konstantin. Dazwischen steht Ferdinand Havlicek. Nach dem Konkurs seiner Drogerie wird er aus dem Staat, in dem er ein halbes Jahrhundert gelebt hat, abgeschoben. Denn in diesem Land erhalten nur die Menschen soziale Leistungen, die dort geboren sind. Also muss Havlicek zurück über die Brücke in sein Geburtsland. Doch weil er die alle fünf Jahre fällige Erneuerung der Staatsbürgerschaft vergessen hat, darf er nun nicht einreisen. Er ist gefangen auf der Brücke und muss immer wieder "hin und her". Nicht nur Ferdinand ergeht es so, auch in Wirklichkeit taumeln unzählige Menschen zwischen ihrer Heimat und einem Land, das sie nicht aufnehmen möchte: Sie befinden sich in einer Schwebe und wissen nicht wie es weiter gehen soll. Das eigentlich sehr ernste Stück von Ödön von Horvath (1901-1938) hat "Didel-dadel-dum" mit der typischen großen Prise "Spaß und Humor" versehen. Schon die Premiere am 25. November und die ersten beiden Wiederholungen stießen auf viel Begeisterung beim Publikum. Auf der Lauenauer Sägewerk-Bühne steht das Ensemble am Sonnabend, 27. Januar, um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Aber Besucher sollten frühzeitig die kostenlose Platzreservierung auf der Internetseite www.didel-dadel-dum.de oder telefonisch unter (05042)91 31 41 nutzen. Dem Didel-dadel-dum-Theater mit Sitz in Beber gehören 30 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von sechs bis 60 Jahren an. Es sind begeisterte Schauspieler/innen, Tänzer/innen sowie Techniker und Helfer/innen, die jedes Jahr im Herbst ein abendfüllendes Stück auf die Bühne bringen. Foto: al

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an