1. Von wegen "geschönte Zahlen" und Tricksereien

    Finanzausschuss stimmt dem Nachtragshaushalt zu / 100.000 Euro Überschuss erzielt / Drängen auf Investitionsplan

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    SAMTGEMEINDE NENNDORF (jl). Doch noch gute Nachrichten im Finanzausschuss der Samtgemeinde: "Wir können einen wirklich guten Nachtragshaushalt vorlegen", sagte Kämmerer Frank Behrens. Der Grund: Im Ergebnis weist er einen Überschuss in Höhe von 100.000 Euro aus. Das liegt unter anderem daran, dass die Schlüsselzuweisungen sowie die Gebühren für die Kitas und Abwasser gestiegen sind. Der Kreditbedarf wurde auf 550.000 Euro gesenkt und die Tilgung auf 90.000 Euro angehoben.

    Damit sah Verwaltungschef Mike Schmidt die Arbeit im Rathaus bestätigt. Von "geschönten Zahlen" oder gar Tricksereien, um keine neuen Schulden zu machen, wie es der Verwaltung vorgeworfen worden sei, wollte er nichts wissen. Mit Stolz könne er jetzt behaupten, dass die "heillosen Vorwürfen" negiert werden. Mit Blick auf den kommenden Haushalt, der den Schuldenberg wieder wachen lässt, drängte Uwe Engelking (WGN) auf einen Investitionsplan. Auch Wilfried Wlotzka (SPD) warnte vor Hals-über-Kopf-Aktionen. Kontrovers debattiert wurde die Zukunftsfähigkeit der Samtgemeinde. Es geht um einen Solidaritätsvertrag. Dabei soll die Übernahme des Verwaltungspersonals aus den Nordgemeinden für Entlastung sorgen. Die Kommunen, die Schmidt zufolge mehr Service und eine Personalvertretung erhielten, würden für die Leistungen bezahlen. Während Hohnhorst draufzahlen müsste, würden Suthfeld und Haste entlastet. SPD-Politiker Wlotzka kritisierte, dass die Personalübernahme so nicht besprochen worden sei. In den Nordgemeinden schüre das die Sorge vor einem Weg in Richtung Einheitsgemeinde. Mit seiner Sicht stand Wlotzka aber alleine dar. "Wir wollen die Samtgemeinde auf vernünftige Beine stellen", sagte etwa WGN-Mann Engelking. Er sah nur Vorteile in dem Modell. Schmidt betonte, dass das Vorgehen in "keinster Weise etwas mit einer Einheitsgemeinde zu tun hat". Vielmehr setzte die Verwaltung auf größtmögliche Synergieeffekte, zum Beispiel bei Urlaub oder Krankheit der Mitarbeiter. Das jetzige Vorpreschen Wlotzkas nannte er "keine gute Art und Weise der politischen Zusammenarbeit".

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