LANDKREIS (tw). In den Städten ist der Raum knapp und zudem teuer. Doch ist das auf dem Land so viel anders? Wohl kaum, wie ein Blick in die hiesige Landwirtschaft zeigt. Überall wird gebaut und die Wirtschaft wächst. Dies hat zur Folge, dass Flächen im dichtbesiedelten Deutschland immer knapper werden und damit in ihrem Wert steigen. Wie in der Stadt so führt auch diese Entwicklung auf dem Land zu teils erheblichen Verwerfungen. Immer mehr Landwirte beklagen deshalb den Verlust von wichtigen Produktionsflächen. "66 Hektar Fläche werden täglich in Deutschland überwiegend für Gebäude, Straßen, Industrie und Gewerbe verbaut", erklärte Wilhelm Breuer vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) jüngst auf einer Veranstaltung in Scheie. Da die Fläche eines durchschnittlichen Landwirtschaftsbetriebes in Deutschland laut statistischen Erhebungen bei 69 Hektar liegt, bedeutet dies im Umkehrschluss: Fast täglich schließt ein Hof seine Tore. Der Landkreis Schaumburg bildet hierbei keine Ausnahme: Jährlich ist es hier ein Betrieb, der der Entwicklung weichen muss. Zukünftig wird sich dieser Trend wohl verschärfen, da die Zeichen in Deutschland auch in den nächsten Jahren auf Wachstum stehen – ein Wachstum, das Landwirte teils zum Weichen zwingt.
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Landwirtschaft ohne Land
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