1. Umbau des Stadthauses mit Energieprognose

    Einsparung durch denkmalgerechte Sanierung / Freundliche Atmosphäre schaffen

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    BÜCKEBURG (wa). Die Stadtverwaltungsmitarbeiter im Fachbereich Planen, Bauen und Gebäudemanagement Marc Sigges und Jörg Klostermann sind ausquartiert: Zusammen mit ihren Kollegen aus dem Obergeschoss des Bückeburger Stadthauses teilen sie sich momentan ein provisorisches Großraumbüro im Historischen Ratssaal. Der Grund? Die obere Etage des Stadthauses wird saniert. Als eines der ältesten Gebäude der Stadt Bückeburg, erbaut um 1600, ist diese Sanierung im Hinblick auf Energieeffizienz notwendig. Die reinen Baukosten – vorsichtig geschätzt – belaufen sich auf knapp 360.000 Euro. Zwei Drittel der Kosten werden aus einer kommunalen Investitionsförderung gedeckt.

    Was wird gemacht? Unter dem Stichwort "denkmalgerecht Sanieren" wurden zunächst unter der Decke die alten Holzbalken freigelegt, ebenso die stützenden Stahlträger, die aus heutiger Sicht nicht mehr dem Brandschutz genügen. "Die Stahlträger werden mit einer zusätzlichen Stahlkonstruktion verkleidet, damit sie der 90 Minuten Feuerwiderstandsklasse entsprechen", erklärte Marc Sigges, zuständig für Gebäudemanagement im Bauamt Bückeburg. Neue Fenster sowie eine neue Heizungsanlage mit Gasbrennwerttechnik und entsprechend modernen Heizkörpern werden eingebaut. Durch die kalten Bürozimmer habe der Wind gepfiffen, berichtet Fachbereichsleiter Bau, Jörg Klostermann, und so werden nun auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert. Jedes der Büros hatte zudem noch einen eigenen Wasseranschluss mit Waschbecken, welche nun entfernt werden. Die Akustik solle, durch ein Bauteil mit hoher Absorptionsfähigkeit unter der Decke angebracht, verbessert werden. Ebenso Trittschallschutz. Die Beleuchtung wird durch moderne und effiziente LED-Technik erneuert, die zudem laut Sigges sehr wartungsfreundlich sei. Die Büroräume an sich sollen luftiger werden – die alten Schrankwände mit Unmengen an Dokumenten wird es nicht mehr geben. Sigges Energieprognose beläuft sich laut Schätzungen auf 33 Prozent Heizkosteneinsparung, 10 Prozent Strom und 13.700 kg weniger Co2-Ausstoss pro Jahr. Einen Fahrstuhl für behindertengerechten Zugang wird es nicht geben. Hier werden die Mitarbeiter weiterhin auf Büros in den unteren Stockwerken ausweichen, um sich mit Kunden zu treffen. Die Überlegung im Stadthaus ein Großraumbüro einzurichten wurde aus Gründen des Datenschutzes verworfen. Für einen besseren Kontakt untereinander und mit den Kunden sollen Glaselemente genügend Helligkeit und Einblicke bringen. "Vorher wurde man beim Betreten der Flure mit Dunkelheit erschlagen", kommentierte Klostermann. Das Arbeitsumfeld soll freundlicher, heller und moderner werden. Der Abbruch war innerhalb einer Woche erledigt. Es folgen die Trockenbaumaßnahmen. Voraussichtlich Mitte September sollen die Mitarbeiter dann in ihre modernisierten Räume einziehen können. Foto: wa

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