1. Millionenschwerer Druckstandort in der Gehrenbreite geplant

    Sedai Druck siedelt sich an / Betrieb soll 2020 starten / Weitere Investitionen

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    BAD NENNDORF (jl). Eine Millioneninvestition auf einem Areal von gut 70.000 Quadratmetern mit 200 Arbeitsplätzen als Ergebnis: Es scheint, als käme die Kurstadt nun zu ihrem "Sechser im Lotto". Die Sedai Druck GmbH aus Hameln plant den Neubau eines modernen Druckzentrums in der südlichen Gehrenbreite. Während der öffentlichen Bekanntgabe der Großansiedlung sprach Stadtdirektor Mike Schmidt von einem "nicht alltäglichen Projekt" für die Stadt, die Samtgemeinde und den Landkreis. Dahinter steht Inhaber Majid Sedai, seit zwei Jahrzehnten als Gesellschafter verschiedener deutscher und internationaler Unternehmen tätig. Er will ein "multimediales Druckzentrum" im Bereich des Onlinegeschäfts bauen. Dafür wird er das gut 70.000 Quadratmeter große Areal der südlichen Gehrenbreite kaufen – zunächst. Denn geplant ist, auch die nördliche Gewerbefläche mit rund 100.000 Quadratmetern zu erwerben. Darauf hat sich die Stadt mit Sedai verständigt. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen an dem neuen Standort langfristig das gesamte Spektrum des Druckereigewerbes abdecken. In einem ersten Schritt sollen 200 Arbeitsplätze entstehen und auch eigene Fachkräfte ausgebildet werden. Wie Geschäftsführer Ingo Hartmann erläuterte, soll der Bau-start bereits 2018 erfolgen, die Inbetriebnahme 2020. Eine konkrete Summe wurde nicht beziffert. Laut Pressemitteilung liegt sie im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Unternehmensgruppe sieht im Onlinemarkt einen immensen Bedarf und letztlich die Zukunft.

    Das Hamelner Mutterhaus in der Böcklerstraße bleibt bestehen. Keiner der dortigen 200 Angestellten muss Hartmann zufolge auch nach 2020 um seinen Arbeitsplatz fürchten. Das geplante Produktionszentrum in der Gehrenbreite soll zwar in enger Zusammenarbeit, aber eigenständig agieren. Eine Konkurrenz zum gerade gebauten Druckzentrum Niedersachsen in Rodenberg sieht er nicht. Auf eine entsprechende Frage verwies er auf den Schwerpunkt im Segment der Schönwerbedrucke, von der Visitenkarte bis zum hochglänzenden Katalog. Als Zielgruppe definierte er Agenturen und auch Endverbraucher, die via Internet Druckerzeugnisse ordern. Zu weiteren Standortalternativen wollte die Geschäftsführung keine Stellung beziehen. Die Entscheidung für Bad Nenndorf aber sei ihr wegen der guten Verkehrsanbindung sowie der Nähe zum Flughafen und zur Region Hannover nicht schwer gefallen. Auch Schmidts Einsatz habe eine Rolle gespielt. Eine Planungskonferenz auf Landkreisebene hat es bereits gegeben. "Wir sind sehr schnell in Schaumburg, wenn es um die Bündelung von Fachkompetenzen geht", lobte Landrat Jörg Farr die Zusammenarbeit. Dass in Schaumburg investiert werde, sei eine gute Botschaft. Foto: jl

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