1. "Leuchtturmprojekt" stellt Politik vor große Verantwortung

    Fraktionen begrüßen Sedais Idee / Weitere Entwicklungen erforderlich

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    BAD NENNDORF (jl). In Bad Nenndorfer Politkreisen stößt das Vorhaben Majid Sedais, ein multimediales Druckzentrum in der Gehrenbreite aus dem Boden zu stampfen, auf ein positives Echo. Dennoch: Eine gesunde Skepsis bleibt, so der Tenor.

    Von einem "Leuchtturmprojekt" spricht etwa Marlies Matthias (CDU) – sofern es wie geplant ausgeführt werden könne. Ihr Lob gilt vor allem dem Einsatz des Stadtdirektors. "Wir freuen uns, dass Mike Schmidt so aktiv geworden ist und solch ein Projekt nach Bad Nenndorf zieht", betont die frisch gewählte Bürgermeisterin. Dadurch bekomme die gesamte Region einen Aufwind und neue Arbeitsplätze –"etwas Besseres kann uns nicht passieren". Es sei jedoch auch eine "große Hausnummer", die eine lange Planungsphase erfordere. WGN-Politiker Bernd Zimmermann erinnert daran, dass nicht nur die Investition ins Haus steht: "Für die Politik entsteht eine große Verantwortung, die damit zusammenhängenden Entwicklungen wie weitere Wohnbaufläche und Kindergärten umweltfreundlich zu gestalten." Zudem müsse sich die Politik Gedanken machen, wie sie die kleinen und mittelständischen Gewerbe bedenkt, die ursprünglich ebenfalls Interesse an einer Ansiedlung gezeigt hatten. Ein Entwicklungskonzept für die Samtgemeinde Nenndorf ist seiner Meinung nach unumgänglich. Bereits während der Pressekonferenz hatte Schmidt auf die Frage nach einem neuen Baugebiet mit einem breiten Lächeln reagiert. Eine direkte Bestätigung gab es jedoch nicht. Eine "sinnvolle Gewerbeerweiterung" nennt Bernd Reese (Grüne) den geplanten Onlinedruckstandort in der Gehrenbreite. Es sei ein guter Erfolg in kurzer Zeit. Wichtig sei jetzt ein hohes Maß an Transparenz. Reeses plädiert dafür, Bürgerversammlungen ins Leben zu rufen. Ralph Tegtmeier (SPD) freut sich, dass es der Stadt nach "einer langen Zeit im Dornröschenschlaf" gelungen sei, ihre Standortvorteile auszunutzen und mit Unterstützung der Samtgemeinde und der Wirtschaftsförderung des Landkreises einen solventen Investor nach Bad Nenndorf zu holen. Dabei begrüßt die SPD-Fraktion insbesondere die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen vor Ort.

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