Eine Depression ist kein Schnupfen, sondern eine ernstzunehmende psychische Erkrankung - das stellten Prof. Dr. Detlef Dietrich, der ärztliche Direktor der Burghof-Klinik und Franz-Josef Güster, der ärztliche Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, auf der Gründungsveranstaltung des "Schaumburger Bündnisses gegen Depression" heraus. Gerade in einer Zeit, in der Erkrankungen mit depressiver Symptomatik zunähmen, müssten diese aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Aktuell leiden rund vier Millionen Menschen in Deutschland unter einer Depressionserkrankung. Natürlich hat jeder Mensch einmal Phasen, in denen er traurig, niedergeschlagen oder motivationslos ist. Halten solche Beschwerden - zu den psychischen können auch physische Probleme kommen - aber an, auch wenn es keinen objektiven Grund mehr dafür gibt, könnte es sich um eine Depression handeln. Eine sichere Diagnose ist oft möglich, wenn man sich an die richtigen Stellen wendet: Neben dem neugegründeten Netzwerk gibt es in Schaumburg eine ganze Reihe an Einrichtungen, die Betroffenen und Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen, angefangen beim Sozialpsychiatrischen Dienst über verschiedene Kliniken, Ambulanzen und Ärzte bishin zu Selbsthilfe- und Beratungstellen. Eine ausführliche Übersicht bietet das Schaumburger Bündnis auf seiner Internetseite unter www.buendnis-gegen-depression.de. Dort finden sich auch weitere nützliche Informationen über die Arbeit der Initative.
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Depression - eine ernsthafte Erkrankung
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