Oerlinghausen (rto). Oerlinghausens Bürgermeister Dirk Becker und sein Leopoldshöher Amtskollege Gerhard Schemmel haben sich jetzt über den Stand des Breitbandausbaus in der Bergstadt und Teilen Leopoldshöhes informiert. An einem der neuen Multifunktionsgehäuse trafen sie jetzt mit Vertretern de Deutschen Telekom zusammen. Das Untermnehmen sorgt derzeit mit seinem Eigenausbau des Netzes im Vorwahlbereich 05202 für schnelle Internetanschlüsse.
Wie Karl-Heinz Rempe (Regionalmanager der Deutschen Telekom) bei dem Termin sagte, werden die ersten 4.500 Haushalte ab dem 5. Dezember Zugriff auf die schnellen Anschlüsse haben. Weitere 3.300 Haushalte würde ab dem 19. Dezember freigeschaltet, die 2.800 betroffenen Anschlüsse in Leopoldshöhe kommen dann Mitte März hinzu. Die Telekom garantiert dann durch den Einsatz der neuen Glasfasertechnik eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit beim Herunterladen und 40 MBit/s beim Hochladen. "Jedoch gilt, je weiter der Nutzer von einem der Multifunktionsgehäusen entfernt ist, je schwacher wird die Leistung. Dies liegt daran, dass diese Gehäuse mehr oder weniger als Mini-Schaltzentralen anzusehen sind. Von hier aus wird das schnelle Lichtsignal der Glasfaser über eine Technik die sich Vectoring nennt, in elektrische Impulse verwandelt und auf die bestehenden Kupferkabel übertragen. Dadurch werden höhere Bandbreiten erreicht", sagt Karl-Heinz Rempe. Dies führe aber auch dazu, dass man mit abfallender Leistung rechnen muss, je weiter man von so einer Stelle entfernt sei, so der Telekommanger. "Idylle frist Bandbreite”, sagen wir dazu, denn ein Ausbau bis in die entferntesten Winkel kann nur mit Fördermittel gelingen. Ein Kilometer Tiefbau, kostet heute zwischen 70 und 80 Tausend Euro", fügt er hinzu. 66 Gehäuse werden am Ende der Maßnahme umgerüstet und 38 Kilometer Glasfaser verlegt sein. Für die Kunden sind zwei Dinge wichtig: Erstens die Umstellung erfolgt nicht automatisch, sondern man muss einen neuen Vertag abschließen. Und zweitens, das neue Netz kann auch von anderen Anbietern genutzt werden. Um auch die Außenbereiche zukünftig mit schnellem Internet zu versehen, hat die Stadt einen Bedarf von ca. 1. Mio. Euro errechnet. Dazu, so Bürgermeister Dirk Becker, seien bereits Förderanträge an den Kreis gestellt worden. Die Telekom denkt derweil schon weiter und sieht im nächsten Entwicklungsschritt eine Bandbreite von bis zu 250 MBit/s für kurzfristig denkbar. Informationen für Kunden gibt es im Internet unter "www.telekom.de/schneller" oder beim Kundenservice in den Telekomshops.
