1. Saft aus der Nachbarschaft

    Landfrauen verschenken frisch gepresstes Obst an KiTa

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    Leopoldshöhe-Greste (kd). Eine Spende in Form von 75 Litern Apfelsaft nahm die Kindertagesstätte Greste jetzt in Empfang. Das Projekt kann in jeder Hinsicht als besonders umweltverträglich bezeichnet werden.

    Vor neun Jahren haben die Jäger vom Hegering Windwehe 150 Obstbäume verstreut in Grester Wiesen und Weiden angepflanzt. "Es war damals zunächst nicht leicht, die Bauern zu überzeugen", erinnerte sich Ulrich Käthner, der sich nachdrücklich für den Streuobstanbau einsetzte. Als die Jäger dann zusagten, auch alte Apfelsorten zu berücksichtigen, willigten die Grundstücksbesitzer gern ein. "Heute können wir gut ernten", freute sich Käthner. Es wurden ausschließlich Hochstamm-Obstbäume verwendet, so dass die Flächen unter den Bäumen weiterhin genutzt werden können. Auf die Behandlung mit Pestiziden und Dünger wurde verzichtet. Als der Kreislandfrauenverband kürzlich seinen Apfeltag auf dem Hof Frevert in Leopoldshöhe ausrichtete, wurden auch Früchte aus Greste verwertet. "In diesem Jahr gibt es ausgesprochen viele Äpfel", sagte Maria Frevert, die Vorsitzende des westlippischen Landfrauenvereins Teutoburg. "Wir haben viel pflücken oder auflesen können." Der Zuspruch zum Apfeltag war recht groß. Aus dem gesamten Kreis lieferten Landfrauen und weitere Interessenten knapp sechs Tonnen Äpfel ab. Daraus wurden an Ort und Stelle insgesamt 4.000 Liter Saft gepresst. Davon kehrten 75 Liter jetzt wieder an den Ursprung zurück. 50 Liter spendete der Kreislandfrauenverband, 25 Liter die Familie Frevert. "Wir Landfrauen sind gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Der Saft ist deshalb eine gute Lösung. Frisch gepresst ist der Geschmack unvergleichlich", sagte Maria Frevert. "Ungeöffnet bleibt der Inhalt der Faltkartons ein Jahr haltbar, nach dem Anbruch vier Wochen." "Das ist ja phantastisch", freute sich Kita-Leiterin Gudrun Rubart-Wend. Einerseits könnten die 55 Kinder der Einrichtung lernen, dass es nicht nur die normierten Äpfel aus dem Supermarkt gebe, andererseits würden sie richtig auf den Geschmack gebracht. "Wir geben ihn auch nicht pur aus, sondern verdünnen ihn mit Mineralwasser. Mit dem naturreinen Saft können wir das Mischungsverhältnis sehr gut selbst bestimmen."

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