1. Heimatbund mit neuem "Chef"

    Dr. Albert Hüser Nachfolger von Friedrich Brakemeier – Applaus zum Abschied

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    Kreis Lippe/Detmold (rto). Friedrich Brakemeier geht nach 12 Jahren. Dr. Albert Hüser wird einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Das ist das Ergebnis der gut vorbereiteten Jahreshauptversammlung des Lippichen Heimatbundes in der Detmolder Stadthalle am Sonntag.

    Was wie eine nüchterne Nachricht klingt, wird den Lippischen Heimatbund verändern. Denn, der scheidende Vorsitzende des Vorstandes und der neue Mann an der Spitze sind ganz unterschiedliche Personen. Während Brakemeier, der selbstbewusste und erfahrene Politiker mit seiner lockeren Art und dem Mundwerk auf den richtigen Fleck, immer was zu sagen wusste, ist der aus der Wirtschaft kommende neue Chef ”der größten Bürgerbewegung in Lippes” ein eher ruhiger und introvertiert ausgerichteter Mann. Dies wurde schon bei seiner persönlichen Vorstellung klar, in der er unmissverständlich den Weg zur gemeinsamen Sache mit der Wirtschaft als eine seiner zukünftigen Hauptaufgaben beschrieb. "Wer in Lippe lebt und arbeitet, der soll auch die Heimat zu schätzen wissen. Dies ist mein Hauptanliegen, wenn ich zukünftig mit der Wirtschaft spreche, um sie mit ins Boot zu holen. Lippe ist für mich die lebenswerteste und liebeswerteste Großstadt überhaupt. In Lippe geht noch viel", sagte der promovierte Jurist und ehemalige Leiter der Lippischen Landesbrandversicherung. Der 65-jährige wird nun die Führung des Verbandes mit den ebenfalls einstimmig wiedergewählten Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes für drei Jahre übernehmen. Die harmonische Einstimmigkeit setzte sich bei den Wahlen zum Vorstand fort, dem jetzt einige neue Mitglieder angehören. Die dreistündige Versammlung der ein Kaffeetrinken und ein Rahmenprogramm vorschaltet war, erwies anfänglich jedoch als eine Huldigungsstunde an den scheidenden Vorsitzenden. Statt Grußworten schlossen der Detmolder Bürgermeister Rainer Heller, die Vorsteherin des Landesverbandes Anke Peithmann und Landrat Dr. Axel Lehmann den Scheidenden zu Beginn in eine Interviewrunde ein und lobten dabei sein Engagement. Anke Peithmann sagte dabei was später von vielen wiederholt wurde: "Am Anfang waren sie für mich schon gewöhnungsbedürftig. Aber ich habe mich schnell an ihr Art gewöhnt, direkt heraus die Dinge anzusprechen. Besonders habe ich ihr Engagement über alle Fraktionsgrenzen hinweg geschätzt." Der stellvertretende Vorsitzende des Heimatbundes, Dr. Stefan Wiesekopsieker, der die Laudatio zum Abschluss hielt, berichtete nicht nur über die viele Späße mit seinen Vorsitzenden und was er in seiner Amtszeit alles bewegt hat, sondern sagte auch: "Die Menschen hingen an ihren Lippen und man nahm ihnen ab, was sie zu sagen hatten." Am Ende konnte Friedrich Brakemeier, bis dahin cool und souverän, seine Rührung doch nicht verbergen. Denn, zum Abschluss seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Heimatbundes erhielt er nicht nur die Ehrenmitgliedschaft sondern auch noch die Goldene Lippische Rose. Die Mitglieder dankten mit "Standing Ovations." Am Rande sei noch erwähnt, dass die Versammlung die Erhöhung des Mitgliederbeitrages ab 2017 auf 20 Euro jährlich für das Einzelmitglied beschloss. Auch das setzte der scheidende Vorsitzende noch durch und meinte dazu in seiner bekannten Art: "Das sind zwei Bier pro Jahr." Die Erhöhung des Beitrages soll den auch in 2016 noch vorhandenen Fehlbetrag in der Bilanz von rund 25.000 Euro ausgleichen und zukünftig für einen ausgeglichenen Haushalt sorgen. Mit den Worten "Es war schön mit Euch, Ich werde viele vermissen, aber alles hat seine Zeit. Ihr bleibt, ich werde gehen. Heimat ist wieder in, macht was draus!", verabschiedete sich Friedrich Brakemeier wie immer lachend aus der Vorstandsarbeit des Lippischen Heimatbundes.

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