Extertal-Bösingfeld (nl). Die Weichen für den neuen Aldi-Markt am Bruchweg in Bösingfeld sind gestellt, der Rat der Gemeinde hat einstimmig den Plänen zugestimmt, um die Nahversorgungsstruktur zu festigen und die Kaufkraft vor Ort zu stärken. Dafür musste der Bebauungsplan geändert werden. Sie stimmten dafür, dass der Lebensmitteldiscounter die Vergrößerung vornehmen und gleichzeitig seine Geschäftsräume modernisieren kann.
Der Aldi-Markt braucht mehr Platz. Um den modernen Ansprüchen des Unternehmens gerecht zu werden, soll für den Lebensmittelmarkt ein neues Gebäude mit einer Verkaufsfläche von bis zu 1400 Quadratmetern errichtet werden. Integriert werden soll auch ein Bäckerei-Shop mit einer Verkaufsfläche von etwa 100 Quadratmetern inklusive Café. Außerdem ist ein drittes Einzelhandelsgeschäft mit einer Fläche von maximal 600 Quadratmetern vorgesehen, wie Fachbereichsleiterin Nadine Reineke von der Gemeinde Extertal erklärt. Was genau dort einzieht, ist noch nicht bekannt, es könnte sich aber um ein Textilmarkt, ein Modegeschäft handeln. Um genügend Platz für das Vorhaben zu schaffen, will der Eigentümer das alte Aldi-Gebäude wie auch den alten Rewe-Getränkemarkt abreißen lassen. Mit der Erweiterung möchte Aldi seinen Bösingfelder Markt "an zeitgemäße kundenfreundliche Anforderungen anpassen", wie es in der Beschlussvorlage heißt. Das Warenangebot soll künftig zum Beispiel entzerrt werden und für die Kunden besser erreichbar sein. Die Regale in dem neuen Markt sollen niedriger werden, so dass die Waren in einer besseren Greifhöhe für die Kunden stehen. Auch sollen die Kühl- und Tiefkühltruhen nicht mehr so tief befüllen werden, damit sich die Kunden nicht mehr so weit hineinbücken müssen. Der neue Aldi soll für die Kunden vieles vereinfachen. Die neue Verkaufsfläche präsentiert sich großflächiger und geräumiger, die Kunden haben mit den Einkaufswagen mehr Bewegungsfreiheit. Aber nicht nur im Markt wird es Veränderungen geben. Das Gebäude wird künftig L-förmig, und aus dem jetzigen Satteldach wird ein Flachdach. Eine großzügige Schaufensterfront wird entstehen und auch die Parkflächen werden großzügiger. Allein für den neuen Aldi-Markt sind 77 zusätzliche Stellplätze mit einer Breite von jeweils 2,70 Metern eingeplant. Wenn man dann die Parkplätze von beiden Verbrauchermärkten zusammenzählt, kommt man künftig auf insgesamt 157 Stellflächen. Auch über die "Einfahrtssituation" haben sich die Planer Gedanken gemacht. Führen zurzeit noch mehrere Wege zu den Supermärkten am Bruchweg, soll es später voraussichtlich nur noch eine Zufahrt geben. Das erhofft sich zumindest Michael Bach, der als Vertreter der Grundstückseigentümer über den aktuellen Stand die Politiker im Rat der Gemeinde informiert hat. Der Rat der Gemeinde Extertal stimmte einstimmig für die erforderliche Änderung des Bebauungsplanes am Bruchweg. Die Politiker sprachen sich alle positiv über die Veränderungen aus. Allerdings mahnte SPD-Chef Karl-Heinz Sievert, dass man die Situation im Ortskern nicht aus den Augen verlieren dürfe.
