1. Der Horizont - und was kommt danach?

    Werke von Ulrike Schönfelder-Hellwig im Künstlerhaus "Das Fachwerk"

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    Bad Salzuflen (la). Am Sonntag, 6. November, 17 Uhr, wird im Haus der Bad Salzufler Künstlergemeinschaft Das Fachwerk (Pfarrkamp 8 in Bad Salzuflen-Schötmar) die Ausstellung "Horizonte" der Engeraner Malerin und Zeichnerin Ulrike Schönfelder-Hellwig eröffnet.

    Horizont ist ein mehrdeutiger Begriff: Einerseits bezeichnet er die Grenzlinie zwischen sichtbarer Erde und Himmel und ist damit recht konkret in der Landschaft und deren Betrachtung verortet, andererseits steht er als Metapher für Weite und Ferne, Sehnsucht, aber auch für die Grenze zum nicht mehr Sichtbaren und die gedankliche Sehweite. So mehrdeutig meint ihn Ulrike Schönfelder-Hellwig auch. Und konsequent lautet ihr Ausstellungstitel nicht Horizont, sondern verwendet den Plural Horizonte. Viele von Schönfelder-Hellwigs Arbeiten scheinen auf den ersten Blick "nur" Landschaft zu zeigen – mal mit Horizontlinie, mal ohne; mal mit weitem Blick über Land oder Wasser vor einem niedrigen Himmel, mal mit weitem Himmel. Doch allein das ist schon Interpretation, da die oft abstrakten Bilder kein identifizierbares Motiv abbilden. Immer geht es der Künstlerin letzten Endes um den Blick hinter den Horizont, also auch um Utopien. Diese werden nicht konkretisiert, um den Betrachterinnen und Betrachtern Raum zu lassen, im Dialog eigene Utopien zu formulieren und eigene Horizontlinien zu ziehen. Zur Einführung in die Ausstellung spricht Michael Hellwig. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Gruppe Mariposa. Sie spielt Lieder und Tänze auf historischen Instrumenten.

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