1. Mit vereinten Kräften
gegen Rechts

    Bürgerinitiative hält Rückschau auf vergangene 10 Jahre

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    Horn-Bad Meinberg (rb). Alles begann mit einem Zeltlager der "Heimattreuen Deutschen Jugend", einem 1990 gegründeten, rechtsextremen Jugendverband, dessen Anhänger sich 2006 in Fromhausen versammelt hatten. "Als ich die Zelte zum ersten Mal gesehen habe dachte ich noch ‚wie romantisch‘. Als ich dann erfuhr dass es sich um Anhänger der HDJ handelte, war ich entsetzt", berichtete Beate Raupach. Für die Bürger stand fest: Es muss sich etwas tun. "Wir haben uns zusammengeschlossen um dem Rechtsextremismus in unserer Stadt entgegenzutreten und die Leute aufzuklären", erklärt Christa Kayser. Am 22. September des selben Jahres tagte der "Arbeitskreis gegen Nazis" (AGN)  zum ersten Mal. Am Wochenende hat die Bürgerinitiative in der Horner Burgscheune ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert.

    Die Mitglieder konnten sich über eine gute Beteiligung an ihrem Jubiläum freuen: Weit über 50 Teilnehmer fanden den Weg in den Veranstaltungssaal. Dort hielten die Anwesenden unter anderem anhand einer Präsentation von Christa Kayser und Gerd Detering Rükschau auf die Entstehungsgeschichte des Bürgerzusammenschlusses. Auf die erste Tagung des Arbeitskreises folgten Hausbesuche und eine Petition gegen Menschenverachtung und für antifaschistische Aufklärung. Rund 1.400 Unterschriften hatten die Verantwortlichen damals zusammenbekommen. Später veranstaltete der AGN diverse Infoveranstaltungen und Aktionen wie antifaschistische Stadtrundgänge oder der Spaziergang an den Externsteinen, den der AGN seit 2009 unter dem griffigen Titel "Schauen nach den Rechten"  durchführt. Außerdem setzt sich die Vereinigung stark in der Flüchtlingspolitik ein. So etwa im März 2009, als sie einen Solidaritätsaufruf für die in Horn wohnhafte Familie Alakbarov startete, der die Abschiebung drohte. "Wir als Bürger wollen, dass alle in unserer Stadt wachsam sind, was Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus anbelangt. Dazu rufen wir alle Bürger auf, damit nicht wieder Nazis unentdeckt in unserer Stadt propagieren können", so Detering. Neben dem Rückblick diskutierten die Teilnehmer der Jubiläumsfeier am Sonntagabend außerdem zum Thema "Herausforderung Rechts" und hörten Musik von "Lieder gegen den Tritt" mit Sabine Unger und Peter Konopka. Der Arbeitskreis gegen Rechts trifft sich jeden Freitag um 18 Uhr im Rittersaal der Burg Horn und freue sich jederzeit über neue Gesichter.

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