Elbrinxen (afk). Der Martinimarkt in Elbrinxen ist auch in diesem Jahr wieder seinem Ruf als gut organisierte Veranstaltung auf hohem Niveau gerecht geworden. 50 ehrenamtliche Helfer des Heimat- und Verkehrsvereins waren dazu bei den Vorbereitungen und während der beiden Markttage im Einsatz. Zwar wird die Besucherzahl nicht genau ermittelt, aber es dürften wieder mehrere Tausend gewesen sein, die bei besten Herbstmarktbedingungen an den beiden Tagen ins Golddorf kamen.
65 Stände waren aufgebaut, die auch ein Spiegelbild des Dorfgeschehens repräsentierten. Die Marktleiterinnen Doris Falke und Heidi Loke suchen ganz gezielt auf vielen Märkten der Umgebung nach Anbietern alter Handwerkskunst und regionaler Produkte, um neben traditionellen und beliebten Ständen auch immer wieder neue Impulse zu setzen. Großen Wert legt der Heimat- und Verkehrsverein darauf, den Martini-Markt nicht zu kommerzialisieren. "Wir arbeiten alle gemeinsam und ehrenamtlich für unser Dorf, das vom Erlös dieser Veranstaltung profitiert", so die Vorsitzende Katrin Buhr, die den Martinimarkt als eine Veranstaltung der Dorfgemeinschaft Elbrinxen sieht. Zwar hat der Heimat-und Verkehrsverein die Zügel in der Hand, aber die Vereine des Dorfes ziehen Jahr für Jahr mit zahlreichen eigenen Aktivitäten mit. Diese bekannte Qualität fernab von Ramsch und Show mit viel authentischem Dorfflair, repräsentiert durch viele Aktionen der Elbrinxer Vereine, bescherte dem Martinimarkt zwei Tage lang wieder jede Menge Publikum aus der Umgebung, wie unschwer an den Autokennzeichen aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Ostwestfalen bis Bielefeld zu erkennen war. Die Befürchtungen, dass aufgrund der beiden Brückenbaustellen und der eingeschränkten Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Marktscheune die Besucher wegbleiben würden, bestätigten sich nicht. Überall im Dorf verwiesen Hinweistafeln auf die vorhandenen Parkflächen. "Viele aber suchten sich ihre Nischen selbst", stellte Katrin Buhr fest und bilanzierte am Sonntagabend: "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz." Im Mittelpunkt des Martinimarktes stand die Marktscheune mit den Kunsthandwerkern – ein Eldorado für alle, die auf der Suche nach Speziellem sind. Es waren besonders die Accessoires – oder wie der Lipper sagt: "Stehrümchen"– für eine behagliche Wohnung, die gern gekauft wurden. Die Besucher hatten zudem die Chance, die Kunsthandwerker bei ihrer Arbeit zu beobachten. Der Drechsler, Filzerinnen und Stickerinnen, der Korbflechter oder der Silberschmied freuten sich über das hochinteressierte und auch kauffreudige Publikum, das an beiden Tagen durch die Gänge der Marktscheune und die Gassen des Dorfes zog und sich inspirieren ließ. Zeit genug für ein Pläuschen blieb immer, und natürlich gaben die Kunsthandwerker gern und rege Auskunft. Für die Kinder war natürlich auch wieder bestens gesorgt: ein Streichelzoo war aufgebaut, in einem Schminkstudio verzauberten Farben und Pinsel so manches Gesicht, Clown Kunigert unterhielt mit Zaubereien und hatte auch Puppentheateraufführungen parat. Den Abschluss bildete ebenfalls traditionell der Laternenumzug. Immer wieder eine Attraktion und ein Markenzeichen des Martinimarktes ist die Geflügelverlosung. Schon seit einigen Tagen und natürlich auch jetzt beim Markt selbst konnten Lose erworben werden, mit einen die Chance bestand einen küchenfertigen Weihnachtsbraten zu ergattern: Immerhin warteten 18 Enten, 15 Hähnchen, 2 Puten, 10 Gänse und als Höhepunkt die 3 Hauptpreise – ein 150-Euro-Einkaufsgutschein, Lose für den Weihnachtsmarkt in Niese sowie Karten für die Silvester- Aufführungen von "Dinner for one" und das Gastspiel des Kabarettisten Bill Mockridge in der Marktscheune – auf die glücklichen Gewinner.
