1. Motor für die Suchtselbsthilfe

    Rolf Schmidt erhält Verdienstkreuz 1. Klasse

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    Blomberg/Detmold. Mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist Rolf Schmidts unermüdlicher Einsatz für die Suchtselbsthilfe gewürdigt worden. Der Blomberger nahm den Orden im Beisein von mehr als 30 Gästen aus den Händen von Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl entgegen. Bundespräsident Joachim Gauck hatte die Auszeichnung auf Vorschlag von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verliehen.

    "Rolf Schmidt war maßgeblich am Aufbau der Suchtkrankenhilfe in Blomberg, Nordrhein-Westfalen und auf Bundesebene beteiligt", sagte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Sein Wirken gehe in Intensität und Zeitaufwand weit über das hinaus, was ein Ehrenamt normalerweise beinhalte. Seinen Anfang nahm Schmidts Engagement im Jahr 1981 mit der Gründung einer Selbsthilfegruppe gegen Suchtgefahren in Blomberg. 1984 folgte die Gründung des Vereins Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Blomberg e.V. Schmidt war bis 2015 Vorsitzender des Freundeskreises und ist seit seiner Verabschiedung dessen Ehrenvorsitzender. Die Arbeit des Vereins umfasst derzeit acht Selbsthilfegruppen wöchentlich, etwa 120 Menschen werden betreut. Schmidts Schwerpunkt lag in der Aufklärung Jugendlicher über die Gefahren von Suchtmitteln: Er hielt Vorträge und führte Veranstaltungen in Schulen zur Suchtprävention durch.Die Belange suchtkranker Mädchen rückte Schmidt mit der Gründung einer entsprechenden Jugendgruppe im Jahr 2003 in den Blick. Im August 2004 setzte sich Schmidt zusammen mit den städtischen Sozialarbeitern für die Übernahme der Drogenberatung in den Räumen des Vereins ein. Noch heute ist Rolf Schmidt als Gruppenbegleiter tätig. Zu seinem Engagement für den Freundeskreis kommt seine Tätigkeit als Vorsitzender des Trägervereins von "Gut Dörenhof" hinzu. Seit 2006 setzt sich Rolf Schmidt in diesem Amt für diese sozialtherapeutische Einrichtung ein. Gut Dörenhof bietet Hilfe für chronisch mehrfach abhängige Menschen in Ostwestfalen-Lippe. Überregional für die Suchthilfe engagiert Schmidts Aktivität auf überregionaler Ebene umfasste von 1985 an die Mitwirkung im Beirat des Landesverbands der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe NRW. Zudem trieb er die Gründung des Landesverbandes Sachsen voran. 1988 rückte Schmidt in den Vorstand des Landesverbands NRW auf, von 1990 bis 2002 war er dessen Vorsitzender. Nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

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