Lage-Hagen. Die 1. Kompanie der Schützengilde Lage und die Feuerlöschgruppe Hagen verbindet eine langjährige Freundschaft. Diese haben beide bekräftigt beim kürzlichen Freundschaftstreffen inklusive sportlichem Wettkampf. Dabei wurde ein vier Jahre alter Rekord zumindest eingestellt.
Die Feuerwehrleute, sonst eher mit Löschschlauch oder anderem Rettungsgerät "bewaffnet", zeigten am Schießstand ihr Können. 2012 hatte Brandoberinspektor Andreas Bicker bei einem ähnlichen Treffen 46 Ring von möglichen 50 erzielt. Und nun musste er um den Fortbestand seines Feuerwehrrekordes auf dem Schießstand Lage "bangen". Brandmeister Jan Schalski gelang nämlich die Egalisierung der Rekordmarke von 46 Ring. Aber auch die Unterbrandmeister Dirk Tannhäuser (45) und Tobias Hollmann (43) lagen zeitweilig auf Rekordkurs. Den Damen-Wettbewerb der Hagener Abordnung gewann Titelverteidigerin Feuerwehrfrau Annika Timpe vor Feuerwehrmann-Anwärterin Katrin Andresen und Unterbrandmeisterin Mirjam Bicker. Die kompanieinternen Wettbewerbe der Schützengilde Lage führten zu folgenden Ergebnissen: Den Zinnbecher-Wettbewerb hat Dr. Karsten Stolz gewonnen, Das erste Preisschießen ging an Detlef Heyer und den Teilnehmerpreis bei diesen Vergleichswettbewerb bekam Youngster André Kiewisch. Für einen sportlichen Paukenschlag sorgte beim zweiten Preisschießen Sieger Major Kai Freudenberg mit dem Ideal-Ergebnis 50 (von 50) Ring. Damit kann er sich auf eine besondere Ehrung bei der Saisonabschluss-Feier der "Ersten" am 19. November im "Hörster Krug" freuen. Kai Freudenberg ist das dritte Kompaniemitglied – nach Malte Hanning und Dr. Karsten Stolz – das in diesem Jahr die schießsportliche Bestmarke erzielt hat. Tagesbester war einmal mehr Rottmeister Detlef Heyer bei den drei Wettbewerben mit 143 (von 150) Ring. Auf den weiteren Spitzenplätzen: Dirk Sprenger (141), Klaus-Dieter Graf und Jörg Meerkötter (jeweils 137), Kai Freudenberg (136) sowie Youngster Jan-Hendrik Armbrecht und Axel Sprenger (jeweils 134). Der amtierende Kompanie-Chef, Rottmeister Detlef "Dete" Heyer, hatte die Hagener auf dem Lagenser Schießstand auf besondere Art und Weise begrüßt: mit einem dreifachen kräftigen Horrido und einer gleichzeitigen "weiteren Siegerehrung" gleich zu Beginn des Freundschaftstreffens im Rahmen eines gleichzeitigen schießsportlichen Trainingsabends der Eichenlaub-Kompanie. Diese Willkommensgeste galt insbesondere dem Leiter der Hagener Blauröcke, Brandoberinspektor Andreas Bicker, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Schließlich hatte er jüngst beim großen Treffen der Eichenlaub-Kompanie mit der Bundeswehr-Patenkompanie in Augustdorf als Mitglied der Lagenser Delegation mit seinem schießsportlichen Sieg alle Soldaten, Schützen, Feuerwehrangehörigen und mitgereisten Bürger auf die nachfolgenden Ränge verwiesen. Selbstverständlich gab es auch wieder reichlich informative Gespräche bei dem geselligen Beisammensein. Breiten Raum nahm hierbei auch die Frage nach noch erfolgreicheren Wegen der Nachwuchsgewinnung für die wichtigen ehrenamtlichen und gemeinnützigen Aufgaben der Feuerwehr ein. Zudem würden sich die Hagener Floriansjünger über einen organisatorischen Status-Aufstieg von der Löschgruppe zum Löschzug freuen. Zahlreiche Schützen waren überrascht zu erfahren, dass die Feuer bundesweit nicht nur mit den klassischen Aufgaben Retten, Löschen, Bergen und Schützen betraut ist, sondern neben den weiteren technischen Einsätzen im Umweltschutz zunehmend vielerorts auch bei den Flüchtlingshilfen eingesetzt wurden und werden. Gastgeber und Gäste freuen sich schon jetzt auf das nächste gemeinsame Treffen von Blauröcken und Schütze. Es findet zusammen mit einigen interessierten Bürgern Anfang Januar 2017 in Augustdorf bei Lages Patenkompanie statt, wie Udo Zantow, Verbindungsoffizier zur Bundeswehr, erklärte.
