Bad Salzuflen (go). Im Foyer des Rathauses können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger von Montag, 24. Oktober, bis Freitag, 28. Oktober, über wirkungsvollen Einbruch- und Brandschutz informieren. Die Polizei Lippe, die Schutzgemeinschaft Lippe und die Feuerwehr Bad Salzuflen beraten die Besucher, was sie für einen effektiven Einbruchschutz ihrer vier Wänden tun können und was in Sachen Brandschutz beachtet werden muss.
Die Ausstellung, die auch viele Exponate zu Demonstrationszwecken zeigt, findet im Rahmen der landesweiten Polizeiaktion "Riegel vor - sicher ist sicherer" statt. Kriminalhauptkommissar Christian Weicht von der Kreispolizei Lippe bezeichnete Bad Salzuflen als besonders oft von Wohnungseinbrüchen betroffen, auch wenn sich momentan ein neuer Einbruchschwerpunkt im Osten und Südosten Lippes abzeichne. Insgesamt habe 2015 in Lippe die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr um 41,6 Prozent zugenommen; 2014 waren es 361 Fälle, 2015 dagegen 511 Fälle. Von den 511 Fällen spielten sich allein 118 in Bad Salzuflen ab, und hier die meisten in der Innenstadt gefolgt von Schötmar und Werl-Aspe. Die Polizei und die Schutzgemeinschaft Lippe werben für ihre seit zehn Jahren bestehende Initiative "Zuhause sicher". Hierbei geht es darum, nach eingehender Beratung das Haus fachmännisch durch Handwerksbetriebe, die bei der Schutzgemeinschaft Lippe gelistet sind, so weit einbruchsicher zu machen, dass die Plakette "Zuhause sicher" verliehen wird. Einbrecher meiden in der Regel die Häuser mit dieser Plakette, da es zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, die Einbruchhindernisse zu überwinden. Und Zeit haben Einbrecher nicht. "In drei Sekunden ist meist alles vorüber", berichtete Weicht. Mittlerweile haben nahezu 700 Häuser in Lippe die Plakette. Ein Einfamilienhaus so auszurüsten, dass es die Plakette erhält, kostet durchschnittlich 3.800 Euro. Aber es gibt auch kostengünstige Mittel, wie zum Beispiel eine gute Beleuchtung in der dunklen Jahreszeit und - was nicht zu unterschätzen sei - eine gute Nachbarschaft, bei der jeder auf das Haus des anderen achte. Die Feuerwehr Bad Salzuflen will ihren Schwerpunkt auf das Thema "Rauchmelder" setzen. Schon seit 2013 sind sie in Neubauten Pflicht, ab dem 1. Januar 2017 sind sie in allen Häusern und Wohnungen verpflichtend.
