Lemgo-Lieme (rto). "Wir freuen uns!” Das sagt Pastor Fred Niemeyer nicht nur zur Fertigstellung des Kindergartenumbaus seiner Gemeinde in Lieme. Dies, so das Gemeindeoberhaupt, soll auch die Grundaussage seiner Predigt am morgigen Sonntag, 23. Oktober, um 11 Uhr, im Dankesgottesdienst sein. Sichtlich stolz präsentiert er zusammen mit Jutta Mertinat, Leiterin der Einrichtung, die neuen hellen und freundlichen Räume.
"Das war alles nicht einfach. Der Anbau wurde im laufenden Betrieb erstellt. Ein halbes Jahr, das nicht nur von den Mitarbeiterinnen viel Flexibilität erforderte", sagt der Pastor. Die Flexibilität bezieht sich auf die Ausweichquartiere – die Turnhalle und das Gemeindehaus – die in der Bauphase in Anspruch genommen wurden. Letztlich hat jedoch alles mehr als gut geklappt und der Bau ist innerhalb des vorher festgelegten Zeitplans bezugsfertig geworden. Das, so der Gemeindepastor und die Einrichtungsleiterin, sei nicht nur der guten Zusammenarbeit mit den rund 19 beteiligten Firmen zu verdanken. Auch die Eltern haben fleißig helfend mitgewirkt. Unterstützung gab es zudem von der Stadt Lemgo, in Person von Dieter Sonnenburg, der mit seiner Erfahrung zur Förderung des U3-Ausbaus hilfreich zur Seite gestanden hat, so die beiden Verantwortlichen bei der Vorstellung des Neubaus. Die Kindertagesstätte, mitten in Lieme, wurde 1974 als Gemeindekindergarten gebaut. Anfang der neunziger Jahre wurden die Räumlichkeiten um eine dritte Gruppe und einen Mehrzweckraum erweitert. Der neue Anbau dient ausschließlich der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Insgesamt werden hier jetzt 12 Kinder unter drei Jahren in zwei Gruppen betreut. Die Kinder über drei Jahren sind in zwei weiteren Gruppen zu einmal 14 und einmal 25 Kinder untergebracht. Der Anbau, der mit rund 240.000 Euro öffentlicher Mittel gefördert und finanziert wurde, kostet die Gemeinde aber zusätzlich noch einmal 90.000 Euro Eigenmittel. Dafür sind nicht nur die beiden neuen Gruppenräume mit jeweils einem anschließenden Schlaf- und einem Wickelraum geschaffen worden. Auch die Küche am Eingang sowie eine Toilette wurden neu gestaltet. Dafür musste das ehemalige Büro weichen. So entstand hier ein großer Küchenraum, in dem zukünftig auch das Essen für die Kinder, die über Mittag bleiben, gekocht werden kann. Immerhin sind das laut Auskunft von Jutta Mertinat bereits rund 35 Kinder, Tendenz steigend. "Was hier vor 42 Jahren mit etwa 50 Kindern begann hat sich inzwischen zu dieser großen Einrichtung in der Ganztagsbetreuung entwickelt. Auch das Personal haben wir von damals vier Erzieherinnen auf jetzt zwölf und eine Auszubildende verdreifacht", so Pastor Niemeyer. Wenn er am Sonntag seine Predigt zum ”Danke sagen” halten wird, dann sind in diese Danksagung alle Handwerker einschlossen, die nach seiner Meinung zu fairen Preisen und fleißig gearbeitet haben. Aber der Dank geht sicher auch an Klaus Hellwig, als Vorsitzender des Bauausschusses der Gemeinde, und an die Architektin Manuela Kramp, die immer ein offenes Ohr hatten und sich für den gelungenen Umbau eingesetzt haben, so der Pastor. Im Anschluss an den Gottesdienst geht es dann zum Empfang und Mittagessen in den Kindergarten. BUZ
