Lemgo (ag). Was war das denn? "Ein Geschiebe. Wie auf Kläschen!", stöhnte ein Fahrgast kopfschüttelnd, als er sich in einen Stadtbus rettete – doch auch der war gut gefüllt. Tausende Besucher schoben sich durch die Alte Hansestadt, welche aus allen Nähten zu platzen drohte. Selten gab es wohl einen Bruchmarkt, der so viele Besucher vorweisen konnte, wie der am vergangenen Wochenende. Der verkaufsoffene Sonntag dürfte für bummelnde und einkaufende Besucher, sowie für etliche Lemgoer Geschäftsleute ein guter Tag geworden sein.
Der dem Bruchmarkt angegliederte Bauermarkt war an diesem sommerlichen Herbsttag dabei besonderer Publikumsmagnet. Er zeigte sich wie gewohnt mit allerlei Selbstgemachtem wie Marmeladen, Furchtsäften, Gewürzen, lippischem Pickert und Bio-Bratwurst von der leckeren Seite, bot aber auch Kränze, Gestecke, Blumen, Gartendekoration von meterhohen Windmühlen über Vogelhäuschen bis zu Dekostäben mit bunten Papageien. Auch Gesticktes, Gestricktes, Gefilztes und sogar Gesponnenes fand dankbare Abnehmer. Doch nicht nur auf dem Bauernmarkt gab es etwas zu sehen. In der ganzen Mittelstraße – vom Ostertor bis zum Lippegarten: Karussells, Buden, Aktionen und Menschen, Menschen, Menschen – sogar in der Breiten Straße. Während die große Masse der Besucher bei schönstem Sonnenschein auf zwei Beinen daher spaziert kam, brachten auch die fleißig und kostenlos rollenden hellblauen Stadtbusse der Stadtwerke jede Menge Passagiere mitten ins Bruchmarkt-Leben – oder die, die genug von dem Trubel hatten, eben nach Hause.
