Ein Projekt unter dem Titel: "Essen unter der Lupe- Was hat unsere Essgewohnheit mit der Umwelt zu tun?" das durch das Landesjugendamt Westfalen finanziert wurde, fand jetzt für zehn Kinder im Alter zwischen 10 bis 14 Jahren an sieben Tagen im Kinder- und Jugendtreff Lohfeld des Vereins Pro Regio statt. Mit Besuchen bei einem Biobauern, einem Bioladen und zum Vergleich eines Supermarktes sollten die Jugendlichen auf die unterschiedliche Produktarten und ihre Auswirkungen auf die Umwelt aufmerksam gemacht werden.Durch praktische Übungen wurden die Kinder dazu angeleitet, über ihre eigenen Essgewohnheiten nachzudenken. In Gesprächen wurde darüber diskutiert, inwieweit die beschriebenen Essgewohnheiten "umweltfreundlich” oder "umweltbelastend” sind. Die Kinder erhielten die Möglichkeit, im Austausch mit anderen Kindern, ihr eigenes Essverhalten zu hinterfragen und möglicherweise zu verändern. In Gruppen bereiteten sie aus frischen und gesunden Lebensmitteln schmackhafte Speisen. Sie erlernten dabei unterschiedliche Ernährungsweisen, wie vegan oder vegetarisch, kennen, und welche Auswirkungen ein zu hoher Fleischkonsum auf die Umwelt hat. Ganz nebenbei erfuhren sie durch das Projekt Dinge über die Globalisierung und die weltweite Lebensmittelproduktion. Die Kidner erfuhren zum beispiel, weshalb zum Beispiel ein Kilo Fleisch zehnmal umweltbelastender ist als ein Kilo Gemüse oder wieso saisonale und regionale Produkte klimafreundlicher sind als Produkte aus dem Ausland. Ferner wurde ihnen vermittelt, wie sie mit ihrer Lebensweise dazu beitragen können, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Kristine Steegers von Pro Regio, die zusammen mit Judith Lenz vom Welthaus das Projekt betreute, erklärte zum Abschluss der Projektwoche, dass es das Hauptziel gewesen sei, dass die Kinder ihr gelerntes Wissen und die gemachten Erfahrungen im Alltag umzusetzen beziehungsweise bewusster mit ihrem Essverhalten, ihrer Lebensweise und Lebensmitteln umgehen. Dazu sollte auch das Anlegen eines eigenen mobilen Gartens dienen. Die Kenntnisse im Bereich des Anbaus und der Pflege von Pflanzen sollte den Kindern verdeutlichen, wie aufwändig und wieviel Arbeit es kostet, Pflanzen zu züchten, damit sie später im Lebensmittelhandel gekauft werden können. "Das Ziel ist hierbei, den Kindern einen besseren Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln und den Wert der Nahrungsmittel aufzuzeigen, damit nicht immer gleich alles wegschmissen wird", so die Projektleiterin.
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Kinder sollen Essgewohnheiten hinterfragen
Pro Regio nahm in einer Projektwoche Essen unter die Lupe
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