Detmold (rk). Er ist vor allem bekannt als "Mr. Tagesthemen", auch als Verfasser von Sachbüchern zu wirtschaftlichen und politischen Themen. Weniger bekannt allerdings ist er als Krimi-Autor. Und doch ist es gerade die Veröffentlichung seines sechsten Jacques-Ricou-Kriminalromans, die Ulrich Wickert zum Anlass einer Lesung am Mittwoch, 26. Oktober, im Sommertheater Detmold nimmt. "Das Schloss in der Normandie", so lautet der Titel des Werkes, das der Journalist seinem Publikum ab 19.30 Uhr vorstellen wird.
Wenn Ulrich Wickert Krimis schreibt, sind sie auch immer höchst politisch: Korruption bis in höchste politische Kreise gibt es nicht nur in Afrika, das weiß der Richter Jacques Ricou aus Paris sehr gut. Doch im Fall des Staatspräsidenten aus Äquatorialguinea geht es offenbar nicht nur um Schmiergelder, französische Luxusimmobilien und teure Autos, sondern auch um Prostitution und Mädchenhandel. Ricous Klage gegen den Machthaber hat jedoch ungeahnte Folgen: Der französische Präsident entlässt einen Minister, seine Chefin entzieht ihm ihr Vertrauen, und seine Gegenspieler wollen ihn ein für alle Mal ausschalten. Sie planen eine Intrige, die, sollte sie gelingen, den Richter in seinem Amt für immer kaltstellen würde. Der Schlüssel der Affäre liegt in einem Schloss in der Normandie. Aber das findet erst Jacques Freundin, die kritische Journalistin Margaux heraus. Im Anschluss an die Lesung findet eine öffentliche Gesprächsrunde mit Ulrich Wickert statt. Es wird also in vielerlei Hinsicht ein spannender Abend, versprechen die Organisatoren, das Buchhaus am Markt (Detmold) und die Deutsch-französische Gesellschaft e.V.