Lage. Land unter in der Innenstadt: Eine geborstene Hauptwasserleitung vor dem Eingang zum City-Center sorgte am Montagmittag für eine große Überschwemmung. Die Leitung wurde bei Bauarbeiten für das neue Rathaus beschädigt. Mit großem Druck ergossen sich die Wassermassen daraufhin über den Lagenser Marktplatzes und der Langen Straße.
Knöcheltief standen Markplatz und Lange Straße unter Wasser. Eine vom Generalunternehmen List-Bau beauftragte Firma hatte einen Kabelschacht einseitig freigegraben. Als dieser auf die Hauptwasserleitung der Stadt kippte, wurde das Rohr beschädigt. Mit einem Druck von über fünf Bar sprudelte das Wasser an die Oberfläche, ergoss sich in Kaskaden über die Treppenstufen des Marktplatzes und dann weiter die Lange Straße hinunter. Um zu verhindern, dass die Wassermassen in ein Reisebüro eindrangen, kippten Arbeiter kurzerhand vor der Eingangstür einen Sandwall auf. An der Kreuzung Hellmeyerstraße liefen die braunen Fluten schließlich in das städtische Kanalnetz ab. Menschen wurden bei der Überschwemmung nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht festgestellt werden. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch das Textilhaus "Grünewälder". Durch Rohre war Wasser in den Keller gedrungen. Nachdem Bedienstete des Abwasserbetriebes der Stadt Lage den Schacht ausgepumpt hatten und mit Hilfe von Schiebern der Zustrom von weiterem Wasser unterbunden hatten, machten sich Stadtwerke-Mitarbeiter an die Reparatur der Wasserleitung. Anschließend musste das zerstörte Leitungsstück auf einer Länge von acht Metern ausgetauscht werden. Zuvor war die Hauptleitung in der Innenstadt komplett abgesperrt worden, so dass die Häuser ringsum von der Wasserversorgung abgeschnitten waren. Der städtische Bauhof war im Einsatz, um Sand und Lehm, der sich überall auf dem Marktplatz verteilt hatte, zu beseitigen. Bis in den Abend, so Stadtwerke-Leiter Arthur Diele, waren fast 20 Häuser rund um den Marktplatz ohne Wasser.