Lügde (afk). Im Rahmen des Projekts "Alt trifft Jung" besuchen Schüler der Johannes-Gigas-Schule regelmäßig das Johanniter-Stift Lügde. Zur Welt-Alzheimer-Woche haben sie sich mit den Mitarbeiter des Stifts über das Thema "Alzheimer" ausgetauscht.
Auf die Frage, ob sie wüssten was "Alzheimer" sei, antworteten die Schüler, dass "man dann alles vergisst". Viele Schüler kannten den Film "Honig im Kopf", bei dem einer der Hauptdarsteller unter Alzheimer leidet. Insgesamt sind in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen an Morbus Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz erkrankt. Ein Schüler erzählte von einer Begebenheit mit seinem Opa: "Ich sagte meinem Opa, dass ich Fahrrad fahren wollte, er sollte dies meinen Eltern ausrichten. Der Opa vergaß aufgrund seiner Alzheimererkrankung allerdings, es den Eltern zu erzählen, so dass diese sich große Sorgen machten." Nach dem Gespräch malten die Schüler noch gemeinsam mit den Bewohnern für einen Wettbewerb. Seit mittlerweile acht Jahren läuft das Schulprojektes "Alt trifft Jung". Die Schüler der fünften und sechsten Klassen entscheiden sich aus einer Vielzahl von Angeboten der Schule bewusst für das Projekt, jedes entsteht Jahr eine neue Gruppe. Diese kommt alle zwei Wochen zusammen mit ihrer Lehrerin in die Senioren-Einrichtung, um mit den Bewohnern zu singen, zu malen, zu basteln, Spiele zu machen und einige fröhliche Stunden zu verbringen. Für beide Seiten ist diese Zeit sehr bereichernd. Laut Deutscher Alzheimergesellschaft ist gerade für Demenzerkrankte die "menschliche Zuwendung, Aktivierung und Beschäftigung" von besonderer Bedeutung.
