LOCCUM (jan). Einen "tierischen Herbst" hat Rehburg-Loccums Stadtjugendpflegerin Mareen Vennes für die Herbstferien vorbereitet – zahlreiche Aktionen mit Tieren, zu denen Kinder eingeladen waren. Begonnen hat sie mit der Erkenntnis für Kinder, dass Fledermäuse trotz spitzer Zähne eigentlich sehr nette Tiere sind.
"Tschüß, kleine Fledermaus!" Siri ist zehn Schritte hinter der Gruppe zurückgeblieben, um noch einen letzten Blick auf die Fledermaus zu werfen, die nach wie vor hektisch ihre Kreise über dem Backteich im dunkler werdenden Klosterforst zu zieht. Ein bisschen wehmütig schaut das Mädchen – denn diese kleine Fledermaus hat sie schließlich wenig zuvor genau betrachten und sogar streicheln können. Wann sind solche Beobachtungen schon einmal möglich? Dann schließt Siri zu ihrer Gruppe auf, ein kurzer Zwischenstopp wird noch am Brauteich eingelegt in der Hoffnung auf weitere Fledermäuse und kurz darauf steigen alle Kinder im Jugendzentrum in die Autos ihrer bereits wartenden Eltern. So endet einer der spannenden Tage, die im Loccumer Jugendzentrum für Kinder auch in diesen Herbstferien angeboten wurden. Den Fledermaus-Tag hat der "Rotary-Club Rehburg-Loccum am Kloster" ausgerichtet in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege. Handwerklich begonnen mit dem Bau von Nistkästen für Fledermäuse gab es anschließend Besuch von einem Experten, der in einem Kasten die kleine Fledermaus dabei hatte, die später frei gesetzt werden sollte. Vom Leben der Fledermäuse bis hin zu Dracula und Batman erzählte er, zeigte die durchscheinenden Flughäute des Tieres und warnte auch: mit seinen spitzen Zähne könne es ordentlich schmerzhaft zubeißen. Gebissen worden ist keines der Kinder, stattdessen haben sie gespannt dessen Flug beobachtet beim anschließenden Spaziergang durch den Klosterforst in der Dämmerung. Und sich verabschiedet von der Fledermaus, die sie nun vermutlich nicht wieder sehen werden. Wehmut musste aber nicht aufkommen, denn für die folgenden Tage standen schließlich noch andere tierische Aktionen auf dem Programm der Stadtjugendpflege. Foto: jan
