Detmold (la). Ibrahin Keivo ist als Troubadour des multikulturellen Syriens bekannt. Wer ihn und seine Musik noch nicht kennt, dem bietet die Reihe "Klangkosmos Weltmusik" Gelegenheit zum Kennenlernen am Freitag, 14. Oktober, 20 Uhr, im Hangar 21, Charles-Lindbergh-Ring 10.
Ibrahim Keivo ist Repräsentant der äußerst vielfältigen traditionellen Musikkultur Syriens. Er singt traditionelle Lieder über Liebe, Freude, Trauer, rituelle Lieder und Mythen. Dazu spielt er auf traditionellen Instrumenten wie Bouzouk, Saz, Baglama, Oud und Kamanche. Um die Geschichte von Ibrahim Keivo zu erzählen, muss man lange vor seiner Geburt beginnen - im Dreiländereck von Syrien, Türkei und Iran, das zwischen Euphrat und Tigris liegt. Es ist das Zweistromland, eine alte Kulturlandschaft, die bis heute von überwältigender ethnischer und religiöser Vielfalt geprägt ist. Hier wuchs Ibrahim Keivo in einem yesidisch-kurdischen Dorf auf; zwar ohne Strom und fließendes Wasser, doch inspiriert von einer wahrhaft multi-kulturellen Umgebung. Sie ist das Thema seines Lebens geworden. Keivo sammelt traditionelle Lieder aller Sprachen, Kulturen und Konfessionen des Landes. Er spricht und singt Botani- und Kurmandji-Kurdisch, Armenisch, Assyrisch, Türkisch und verschiedene arabische Dialekte. Seit 2015 lebt Ibrahim Keivo mit seiner Familie in Lemgo. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 8 Euro (ermäßigt 5,60 Euro) in der Tourist-Information, Detmold, Rathaus am Markt, Telefon 05231/977328, und an der Abendkasse zum Preis von 9 Euro (ermäßigt 6,30 Euro).
