Schieder-Schwalenberg (gw). Die Blätter verfärben sich, und es wird kälter. Zeichen, dass der Herbst schon an die Tür klopft. Zeit auch für die Verantwortlichen der Freibäder, die Saison endgültig zu beenden. So auch in Schieder. Knapp zwanzig Helfer waren am vergangenen Wochenende vor Ort, um die Anlage im Freibad winterfest zu machen.
Und es gab viel zu tun: Das Sprungbrett wurde entfernt, Bänke und Liegen untergestellt und der Kiosk ausgeräumt. Nur die Sonnenschirme werden, aufgrund des Regens noch ein wenig draußen bleiben, damit sie bei gutem Wetter trocknen können. "Ansonsten fängt der Stoff an zu schimmeln", erklärt Frank Erbs, Geschäftsführer des Freibades. Er zeigt sich zufrieden mit der zu Ende gegangenen Saison. "Wir hatten die Technik in diesem Jahr umgebaut, und alles hat einwandfrei funktioniert", so Erbs. Und das sei keine Selbstverständlichkeit, denn die Pumpen und Filtersteuerung liefen nun vollautomatisiert. Durch die Anlagensteuerung habe das malerisch am Ufer des Emmerstausees gelegene Freibad in Schieder auch eine zehnprozentige Energieeinsparung für die Umwälzpumpen erreicht, zeigt sich Erbs begeistert. "Und das alles bei gleichbleibender Wasserqualität", die das Gesundheitsamt zweimal im Monat, wie in anderen Freibädern des Kreises Lippe auch, kontrolliert habe, erklärt er. "Mit der Technik sind wir jetzt fit für die nächsten 15 Jahre", so der Geschäftsführer. Und auch einen anderen Vorteil habe die Digitalisierung. "Wenn wir nächtliche unerwünschte Besucher bekommen, werden wir mittlerweile sofort über Handy darüber informiert." Und auch Julia Heinke vom Förderverein, zeigt sich zufrieden mit der Saison. "Die Aktivitäten wurden gut angenommen, vor allem unsere Matschanlage und das Volleyballfeld, das mittlerweile auch von einigen Blombergern bespielt wird." Im kommenden Jahr solle das Konzept allerdings ein wenig verändert werden. "Es wird ein Wochenende geben, an dem dann das Neptunfest und die School-out-Party und noch ein anderes Event stattfinden sollen, anstatt über die ganze Saison verteilt", so Heinke. Und natürlich würden auch wie bisher die Eröffnung und das Saisonende klassisch gefeiert. Auch habe sich die Investition in das Drehkreuz mit integriertem Kartenlesegerät bezahlt gemacht, erläutert Heinke. Dadurch sei das Personal des Kiosks, der auch ehrenamtlich betrieben werde, entlastet worden. "Nach der letzten Vorstandssitzung haben wir uns darauf geeinigt, das Konzept mit kleinen Änderungen im kommenden Jahr fortzusetzen", fassen Erbs und Heinke die Pläne für das kommende Jahr zusammen.
