WUNSTORF (gi). Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka, beginnt jährlich am zehnten des islamischen Monats Dhu-I-Hiddscha und dauert vier Tage. Aufgrund des islamischen Mondkalenders kann das Opferfest zu jeder Jahreszeit stattfinden, es verschiebt sich im Sonnenkalender rückwärts um meist elf Tage pro Jahr. In diesem Jahr fand das Opferfest vom 12. bis 15. September statt. Zusammen mit dem Fest des Fastenbrechens gehört es zu den bedeutendsten Festlichkeiten im islamischen Jahreskreis. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der nach muslimischer Überlieferung die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael(vgl. Isaak) Allah zu opfern. Als Allah (Gott) seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt. Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. Die Geschichte wird im Koran in Sure 37,99–113 erzählt, in der Bibel ist es die Erzählung von der Opferung Isaaks (Gen 22,1–19 EU). Bei jedem Fest gibt es ein Festgebet, danach wird rausgegangen und sich gegenseitig gratuliert.
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Türkisch-islamische Gemeinde feiert Opferfest
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