WUNSTORF (gi). Demenz gehört zu den gefürchtetsten Diagnosen überhaupt. Aber Angst, Unwissenheit und Panik sind keine guten Ratgeber. Darum luden das Pflegezentrum Widdelhof in Winzlar und der ambulante Pflegedienst (beide gehören zur tegeler-Gruppe) zum gut besuchten Fachvortrag in die Remise mit dem Thema "Demenz - was ist das?" ein. Referentin Monika Glaßer, Heilpraktikerin für Psychotherapie und freie Mitarbeiterin der Alzheimergesellschaft Nienburg, klärte rund um das Krankheitsbild Demenz auf und gab Anregungen, wie das tägliche Leben zu Hause und in stationären Einrichtungen organisiert werden kann. "Es sind Veränderungen im Gehirn, die zu einer Demenz führen", sagte Glaßer. Die gesamte Palette umfasse mehr als 50 verschiedene Demenzerkrankungen. Bei der primären Demenz entstehe die Ursache direkt im Gehirn, sie ist nicht heilbar. Es sterben die Gehirnzellen massiv ab. Bei einer primären degenerativen Demenz beginnt ein langsamer Krankheitsverlauf, wie zum Beispiel Morbus Alzheimer. Im Bereich der sekundären Demenz ist sie die Folge einer anderen Erkrankung und zum Teil heilbar. Zunehmend beeinträchtigt werden durch eine Demenz die Fähigkeiten des Gedächtnisses, des Denkens, der Orientierung und der Sprache. Die häufigste Ursache für eine Demenz-Erkrankung ist die Alzheimer-Krankheit, etwa 60 Prozent aller Demenzen werden durch sie hervorgerufen. "Zur Abklärung ist eine umfassende Diagnostik erforderlich", rät Glaßer. Wer an Demenz erkrankt ist, der sollte sich mit anderen Betroffenen austauschen und mit der Erkrankung auseinandersetzen. Adressen der Gruppen sind im Internet unter www.deutsche.alzheimer.de zu finden. Wichtig ist es auch, Gedächtnisstützen zu nutzen, Arzttermine und Geburtstage oder andere wichtige Daten aufzuschreiben. Es sollte der Tages- und Wochenablauf neu strukturiert werden. Kein Grund zur Beunruhigung muss es allerdings sein, wenn in den Keller gegangen wird um etwas zu holen, aber vergessen wurde, was es gewesen ist. Erst beim Zurückgehen fällt es wieder ein. Wenn es vermehrt in größerem Umfang Veränderungen gibt, die verunsichern, wie zum Beispiel das richtige Wort fällt im Gespräch nicht ein, an zurück liegende Ereignisse kann sich nicht mehr erinnert werden, es gibt Konzentrationsprobleme oder das Datum oder die Tageszeit werden nicht gewusst, dann sollte ein Hausarzt oder Neurologe aufgesucht werden. Foto: gi
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