1. Lippe ist bunter geworden

    Grünflächenämter begutachteten lippische Blühflächen

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Kreis Lippe. Lippe ist bunter geworden und in vielen lippischen Kommunen ist das Programm "Blühende Landschaft Lippe" angekommen. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Vertreter lippischer Grünflächenämter bei ihrer Exkursion in Lemgo und Detmold.

    Kommunalvertreter aus Bad Salzuflen, Dörentrup, Detmold, Lemgo, Leopoldshöhe, Schlangen, des Kreises Lippe sowie des Lippequalität e.V., der Lippefreunde e.V., der Biologischen Station Schieder und vom Integrationsbetrieb "Liemer Lilie" der Stiftung Eben-Ezer hatten sich auf Einladung von Jürgen Braunsdorf – verantwortlich für den Bereich "Natur, Landschaft, Biodiversität" im Kreis Lippe – eingefunden. Sie begutachteten ein- und mehrjährige Blühflächen am Kreishaus, Parkanlage in Hiddesen, im Straßenbegleitgrün in Berlebeck und in der Kernstadt Detmold sowie Blühbereiche in Lemgo an der Lipperlandhalle, im Bereich der Berufskollegs und entlang der Bahnlinie. Vor Ort wurden sie von den jeweils zuständigen Fachleuten über die Ziele der Maßnahmen, die Größe der Flächen, deren Anlage, Entwicklung, Pflege, Kosten und Perspektiven informiert. Die Aktion "Blühende Landschaft Lippe" war vor drei Jahren vom Lippequalität e.V. ins Leben gerufen worden. Die lippischen Kommunen befassen sich seitdem mit der Veränderung von sterilen Rasenflächen in Blühbereiche. Die Ziele umriss der Sprecher der Aktion, Pfarrer Günter Puzberg: "Die Blühbereiche sollen in einer immer blühärmeren Landschaft den Wildbienen und Hummeln, den Schmetterlingen und Honigbienen übers Jahr zugute kommen. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität, außerdem ein Gestaltungselement im öffentlichen Raum, ein Aushängeschild der Kommunen und nicht zuletzt auch eine Freude für Bewohner und Besucher." Neben Blühflächen auf kommunalem Gelände gibt es immer öfter auch Grundstücke, die von Privatpersonen, Imkern und Heimatvereinen, neuerdings auch Firmen, die Blühflächen auf ihren Grundstücken eingerichtet werden. So kann die Aktion stolz auf das Erreichte sein, sieht aber zugleich noch erheblichen Entwicklungsbedarf. Die kommunalen Grünflächenämter werden den Kontakt untereinander weiterhin halten, um Erfahrungen auszutauschen und auch zu kooperieren. Denn die Entwicklung von Blühflächen wird in den nächsten Jahren weitergehen, wenn die Politik in den Kommunen mitspielt.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an