1. Gut zu wissen!

    Herbstlaub: Wertvoller Kompost

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    Wenn man das Herbstlaub aus dem eigenen Garten auf den Müll wirft, gehen dem natürlichen Kreislauf aus Wachstum und Vergehen viele Nährstoffe verloren. Die abgestorbenen Blätter von Bäumen und Sträuchern sind dagegen im Kompost ein sehr wertvoller Bestandteil und ergänzen sich mit anderem Grünabfall. Man kann sie gut in Jutesäcken lagern und im Frühjahr unter den ersten Rasenschnitt mischen. Dies beugt Fäulnis und Schimmel vor.

    Igel: Mindestens 1.000 Gramm vor dem Winter Rund 200 Gramm Nahrung nimmt ein Igel von April bis Oktober tagtäglich auf. Die Saison ist kurz, und vor dem Winterschlaf soll Speck auf die Rippen. Auch die Fortpflanzung muss zwischen Mai bis September erledigt sein. Etwa fünf bis acht Junge umfasst ein Igelwurf und es sind speziell die kleinen Septemberigel, welche die kritische Gewichtsmarke von mindestens 600 Gramm Körpergewicht vor Wintereinbruch oft noch nicht erreicht haben. Ausgewachsene Igel müssen mindestens 1.000 Gramm auf die Waage bringen, um die kalte Jahreszeit unbeschadet überleben zu können. Unterernährte Herbstigel sind gefährdet, im Winterschlaf zu verhungern. Von sieben Jungigeln überleben den Winter wegen Nahrungsmangel meist nur zwei. Wer also im Herbst untergewichtige Igel findet und sich im Internet informiert (zum Beispiel "www.pro-igel.de"), wird dort angewiesen, wie er die Tiere zuverlässig aufpäppelt und sie ziemlich sicher über den Winter bringt. Herbsthimbeeren tragen schon im ersten Jahr Früchte Hobbygärtner mussten bisher Geduld und Geschick mitbringen, wenn sie im eigenen Garten Himbeeren ernten wollten. Denn die klassischen Himbeersträucher bilden nur an den zweijährigen Ruten Früchte. Das heißt: Im ersten Jahr bleibt die Ernte aus und erst im zweiten Jahr zeigen sich die ersten Früchte. Im darauffolgenden Herbst oder Frühjahr ist dann beim Schnitt Vorsicht geboten: Es gilt, nur diejenigen Ruten zu entfernen, die bereits Beeren getragen haben, und die einjährigen zu schonen, weil sie die nächste Ernte hervorbringen sollen. Doch es geht auch einfacher: die sogenannten Herbsthimbeeren bilden innerhalb nur einer Vegetationsperiode - vom Frühjahr bis zum August - Triebe, Blüten und Früchte. Der Rückschnitt im nächsten Frühjahr ist denkbar leicht: alle Ruten werden auf Bodenebene gekürzt, so dass die Pflanze an den ersten wärmeren Frühlingstagen erneut austreiben kann. Blumenzwiebeln erst im Herbst pflanzen Es ist eines dieser kleinen Naturwunder, das das Gärtnern zu einer wahren Freude macht, wenn im Frühling Narzissen, Tulpen und andere Zwiebelblumen wie von Zauberhand aus dem Boden sprießen. Ihre farbenfrohen Blüten sind die Belohnung dafür, dass man im Jahr zuvor die Zwiebeln in die Erde gepflanzt hat. Dabei kann man im Grunde nicht viel falsch machen. Pflanzabstand und -tiefe sind in der Regel auf der Verpackung angegeben. Nur den richtige Zeitpunkt für die Pflanzung von Blumenzwiebeln zu finden, fällt vielen schwer. Im Einzelhandel werden die Zwiebeln meist viel zu früh angeboten. Davon sollte man sich jedoch nicht verunsichern lassen. "Blumenzwiebeln, die im Frühling blühen, sollten frühestens gepflanzt werden, wenn sich im Herbst an den Bäumen die Blätter verfärben", rät Narzissenexperte Carlos van der Veek von Fluwel. "Vorher ist der Boden noch zu warm, so dass sie entweder austrocknen oder faulen, wenn es zu nass ist." Weitere nützliche Tipps zu Blumenzwiebeln sind unter www.fluwel.de zu finden. Rasen im Herbst: Phosphat fördert Wurzelwachstum Im Herbst benötigt der Rasen weniger Stickstoff, dafür aber umso mehr Phosphat, was das Wurzelwachstum fördert. Auch Kalium ist jetzt wichtig, da es die Salzkonzentration im Zellsaft erhöht und damit dessen Gefrierpunkt senkt. Es wirkt wie ein natürliches Frostschutzmittel und macht die Gräser so bei kaltem Winterwetter widerstandsfähiger. Welche Nährstoffe ein Dünger enthält, verrät der sogenannte NPK-Wert, der auf der Packung zu finden ist. N steht für Stickstoff, P für Phosphat, K für Kalium. Der organisch-mineralische Hauert Cornufera Herbstdünger enthält beispielsweise ein Nährstoffverhältnis, das sich sehr gut für das Ende der Gartensaison eignet. Von August bis November kann der Herbstdünger auf die Rasenfläche aufgetragen werden und wirkt dann etwa zehn Wochen lang. Das Resultat: Die Gräser sind mit einem starken Wurzelwerk in den kalten Monaten gut versorgt, sind besser gegen Trockenheit, Frost sowie Krankheiten geschützt und zeigen während der Wintermonate ein schönes Grün. Dies ist die Basis für einen gesunden Rasen, der mit einem dichten Wachstum ins neue Frühjahr starten kann. Rasenpflege: Das letzte Mähen im Jahr Mit den sinkenden Temperaturen im Herbst lässt das Gräserwachstum nach - aber auch dann ist regelmäßiges Mähen wichtig. Der Rasen wird so lange gekürzt, wie er wächst. Je nach Wetterlage ist das bis in den Oktober oder sogar November hinein der Fall. "Auch für den letzten Schnitt sollte man die gleiche Mäheinstellung wählen, die das ganze Jahr verwendet wurde", sagt Gartenbauingenieurin Judith Bircher. "Bleiben die Grashalme im Winter zu lang, werden sie leicht von Pilzen befallen. Sind sie zu kurz geschnitten, kann in der lichtarmen Zeit keine ausreichende Photosynthese stattfinden, die wichtig für die Energieversorgung und Kraft der Pflanzen ist. Das Schnittgut sollte jetzt möglichst komplett entfernt werden, da es bei den kühlen Temperaturen nicht mehr verrottet und den Boden verschmieren würde.

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