1. Faire Mahlzeit schmeckt allen

    Frühstück sorgt für volles Kastanienhaus am Wall

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    Lemgo (pro). Schon vor dem offiziellen Beginn um 10.30 Uhr hatten sich die rund 65 Plätze im Awo-Begegnungszentrum auf dem Kastanienwall fast vollständig gefüllt: Die im voraus gesammelten Anmeldungen wurden umfangreich wahrgenommen, sodass die Lemgoer Fairtrade-Initiative zusammen mit der Awo auch das dritte "Faire Frühstück" als Erfolg verbuchen kann. Im Rahmen der Fairen Woche gelang es der Kooperation wiederholt, ein umfangreiches Frühstücksbuffet auf die Beine zu stellen, das durch gesponsorte Beigaben regionaler Anbieter wie der Bio-Bäckerei Meffert, der Gärtnerei Ulenburg und Biomarkt Denns bereichert wurde. Für diese Beteiligung dankten Ute Koczy im Namen der Fairtrade Initiative und Petra Junghans für die Awo zur Eröffnung. Ebenfalls dankend äußerte sich Hildegard Jeymann, die durch finanzielle Unterstützung der Caritas ihre Deutschklasse aus dem Kastanienhaus zum Frühstück einladen konnte.

    Um der körperlichen Nahrung noch passendes Futter für den Kopf zur Seite zu stellen, hatte die Lemgoer Fairtradegruppe Mitstreiter Helmut Behnisch aus Lage ans Rednerpult gebeten. Zum Thema Bananen, Symbol der Fairen Woche 2016, stelle Behnisch anschaulich dar, wie ungleich die Erlöse aus dem konventionellen Handel mit dem Obst verteilt werden: Am Ende blieb auf seinem Teller ein verschwindend kleines Endstück einer zerteilten Banane, was den Anteil der Bananenbauern in den Erzeugerländern darstellte. Indem man den fair gehandelten Produkten den Vorzug gäbe, "fördert man die Umverteilung und damit Schulen, Gesundheitszentren und im besten Fall sogar Gewerkschaften für die Plantagenarbeiter und ihre Kinder." Ein kurzer Film gab dabei einen Einblick in die tägliche Arbeit an den Stauden in der dominikanischen Republik, selbstgebackenes Bananenbrot rundete das Erlebnis für alle Sinne ab. Unter den Fairtradlern, an diesem Tag durch ihre jüngst eingetroffenen Logo-Shirts einwandfrei zu erkennen, befanden sich derweil auch Dieter Halle und Helmut Kluth, die vor rund dreieinhalb Jahren durch einen Zeitungsaufruf die faire Gemeinschaft in Lemgo auf den Weg gebracht hatten. "Der Gedanke verbreitete sich damals in Lippe, Oerlinghausen und Lage waren bereits ‚fair‘", erinnert sich Dieter Halle zurück. "Als alte Hansestadt, Mitglied dieses bedeutenden Bundes, schien es uns als Verpflichtung, gerechten Welthandel zu fördern", ergänz Reinhard Kluth den Ursprungsgedanken des Duos. Die Lemgoer sollten wissen, wo sie ihr Geld beim täglichen Einkauf lassen, und so formte sich die Steuerungsgruppe von heute 16 Beteiligten, die mit dem Frühstück ebenfalls ihr Einjähriges als Fairtrade-Stadt Lemgo feierte. "Fairtrade schafft Transparenz", stellte Gruppenleiter Rainer Kluckhuhn zusammenfassend in einer kurzen Ansprache fest. Nach vielen neuen Informationen und Anreizen für die Zukunft endete die Runde gegen Mittag.

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