LANDKREIS (mh). Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben gestern die Vorschläge für mögliche Erdkabelkorridore der Gleichstromverbindung SuedLink veröffentlicht. In diesen Pänen spielt ein Korridor durch das Gebiet des Landkreises Schaumburg nun keine Rolle mehr. Die vorgestellten Trassenvorschläge laufen nicht durch Schaumburg. Ein Vorschlag sieht einen Trassenverlauf westlich von Hannover von Norden kommend auf den Gebieten Frielingen, Schloss Ricklingen, Ostermunzel, Gehrden vor. Ein weiterer Vorschlag beinhaltet ebenfalls den Bereich westlich von Hannover über Frielingen, Horst, Gümmer, Kirchwehren, Gehrden. Zudem gibt es einen weiteren Trassenvorschlag der östlich von Hannover über die Gebiete Celle, Peine und Holle verläuft.
"Unsere gemeinsamen Bemühungen mit den Landräten, Bürgermeistern, Experten aus den Verwaltungen und Bürgerinnen und Bürgern haben sich ausgezahlt", erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann zu den in Berlin präsentierten Ergebnissen. "TenneT hat hier seine Hausaufgabe gemacht, hat die Kritik aufgenommen und kehrt mit den neuen, verbesserten Entwürfen gestärkt zurück auf die ursprünglichen, kürzeren Trassenvarianten, bevor die politische Einflussnahme begann", beurteilt Beermann die neuen Pläne. Nachdem Ende vergangenen Jahres der Erdkabelvorrang für Gleichstromverbindungen gesetzlich festgelegt worden war, hatten die beiden Übertragungsnetzbetreiber mit den Planungen für SuedLink begonnen. Nach dem jetzt bevorstehenden Abwägungsprozess wird am Ende eine Trasse übrig bleiben, die 2025 fertig gestellt sein soll. Dieses sei ein ambitionierter Zeitplan, wie die Geschäftsführer der Netzbetreiber einräumten. TenneT und TransnetBW wollen den Genehmigungsantrag im ersten Quartal 2017 bei der Bundesnetzagentur einreichen. Von Mitte Oktober bis Mitte November wird TenneT nun Informationsveranstaltungen durchführen, auf denen sich die betroffenen Bürger über die Planungsgrundlagen und die eingesetzte Technik informieren und Hinweise zu den vorgeschlagenen Erdkabelkorridoren abgeben können. Eine Beteiligung, das hat TenneT mitgeteilt, ist ab sofort auch über das Internet möglich: Unter www.tennet.eu gibt es Informationen zu den Trassenverläufen. Auch hier können bereits Anregungen gegeben werden. Grafik: TenneT/GeoBasis-DE/BKG