1. Schüler spenden für Hilfsprojekt

    Schüler-Spendentradition "Tag für Afrika" wird fortgeführt

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    Barntrup (jn). Am Städtischen Gymnasium Barntrup gibt es eine Tradition, die die Schülervertreter vor vielen Jahren selbst ins Leben gerufen haben: die Gymnasiasten sammeln jedes Jahr Spenden und unterstützen damit ein konkretes Hilfsprojekt.

    Die Idee dahinter ist genial: Am jährlichen - für sie eigentlich freien - Konferenz-Tag des Lehrerkollegiums suchen sich die Schüler eine bezahlte Tätigkeit in einem Betrieb vor Ort und spenden anschließend ihren Lohn für die gemeinsame Aktion. Im wahrsten Sinne ein "Tag für Afrika" für den guten Zweck. Die Resonanz der Schüler ist enorm: In diesem Jahr waren von insgesamt 700 Gymnasiasten 660 freiwillig mit dabei. Bei soviel Einsatz kommen nicht nur Cent-Beträge zusammen. Die stattliche Summe von mehr als 10.200 Euro haben die Barntruper Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr erarbeitet. Zu Gute kommen diese Gelder, schon zum zweiten Mal in Folge, einer bundesweiten, gemeinsamen Spendenaktion der "Aktion Tagwerk", "Brot für die Welt" und "Human Help Network", maßgeblich an der Organisation für die Barntruper beteiligt war Marvin Beckmann von der SV. Volker Mohme, am Gymnasium Lehrer für Chemie und Sport sowie Initiator der Kampagne "Schule der Zukunft" in Barntrup, hat indes den Kontakt zu einer weiteren Aktion hergestellt, an die in diesem Jahr die Hälfte der Spendensumme gehen wird: der Verein "Initiativen Afrika e.V." aus Blomberg, der sich der Förderung einer kleinen Schule in Abigui an der Elfenbeinküste (Côte dIvoire) verschrieben hat. Weil die Blomberger ehrenamtlich arbeiten und bei uns in Lippe aktiv vorleben, wieviel man mit dem ehrenamtlichen Engagement von Einzelnen erreichen kann, haben sich Mohme und seine Lehrerkollegen vor zwei Jahren für das Projekt entschieden. Seitdem fließt ein Anteil der erarbeiteten Spendengelder in den Ausbau dieser Schule, die noch aus der französischen Kolonialzeit stammt und stark vom Verfall betroffen ist. Darüber hinaus leistet der Blomberger Verein in Afrika auch Hilfe zur Selbsthilfe. Denn die Einwohner von Abigui renovieren ihre Schule in Eigenleistung, mit ihrer eigenen Handwerkskunst und mit lokalen Baumaterialien, nach ihren eigenen Bedürfnissen und nicht nach westlichen Vorgaben. Auch das sei ein wichtiger Lernaspekt für die Schüler, sagt Volker Mohme. "Initiativen für Afrika ist ein tolles Vorbild für die Schüler: Hier erleben sie , wie jeder sich für etwas engagieren und wie jeder etwas bewegen kann." Außerdem sei es wichtig, aus der kolonialen Denkweise herauszukommen. Der Blomberger Verein hat für die Gymnasiasten außerdem den Kontakt zu Ivorern hergestellt, die von der Situation vor Ort erzählen können. So kam der Bielefelder Kaouame Akpetou, geboren in Abigui an der Elfenbeinküste, ans Gymnasium und stand den eifrigen Spendern Rede und Antwort. Vor Ort in Abigui bringen die Barntruper Spenden viel ins Rollen: ein neuer Schul-Rohbau steht, bald sollen ein Dach sowie verputzte Wände, Türen und Tafeln folgen.

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