Blomberg (lig). 150 Jahre TV Blomberg – das ist wahrlich ein Grund zum Feiern: Das Jubiläum feierte der Verein am vergangenen Samstag mit zahlreichen Gratulanten und Mitgliedern. Höhepunkt war die Überreichung der Plakette zum Jubiläum durch den Westfälischen Turnerbund.
Über 200 Gäste wollten bei der Feier in der Schießhalle dabei sein und mit "ihrem" Turnverein (TV) feiern. Zudem reihten sich zahlreiche Vertreter aus Sport und Turnen ein, um dem Jubiläumsverein zu gratulieren. Die 150 Jahre des Verein skizzierte der Vorsitzende, Willi Schröder, in größeren Jahresabschnitten noch einmal auf. 1866 wurde der TV Blomberg gegründet und 1877 gab es einen Streit zwischen mit der Schule um die Gerätenutzung. Im Jahre 1893 führt der TV eine Turnverordnung ein und 1908 erhält der Verein einen Turnplatz am Brunenkamp. 1913 wurde die vereinseigene Turnhalle gebaut und 1921 gab es ein Gauturnfest in der Nelkenstadt. 1936 bekam die eigene Turnhalle eine Heizung und 1950 trennen sich die Handballer und der Turnverein vom BSV. 1965 wird eine Tischtennisabteilung gegründet, 1972 wird Hermann Lange Vorsitzender und 1975 wird die Turnhalle an die Stadt verkauft. 1991 wird der TV 125 Jahre alt und ein Jahr später löst Dieter Machentanz Hermann Lange als Vorsitzender ab, worauf fünf Jahre später Klaus Geise und 2005 Frank Jungblut folgte. Im Jahr des 150-jährigen Jubiläums steht Willi Schröder dem Verein vor. Sein besonderer Dank galt insbesondere den vielen ehrenamtlichen Abteilungsleitern, Übungsleitern und Helfern, die die Leistungen erst möglich machten sowie dem ehemaligen Vorsitzenden, Hermann Lange, der den Verein entscheidend geprägt habe und dem es nicht mehr vergönnt war, das 150-jährige Jubiläum mitzuerleben. Ein ehemaliger Vorsitzender war auch der erste Gratulant, dem viele Gratulanten folgten. Der heutige Bürgermeister Klaus Geise berichtete, dass der TV der größte und älteste Verein in der Nelkenstadt ist, also ein "Pionierbereiter im Sport in Blomberg", wie er meinte. Durch das bürgerschaftliche Engagement, das hier geleistet werde, würde ein breites Bewegungsangebot geboten, Integration geleistet und sei ein besonderer Einsatz für das Gemeinwesen, betonte der erste Bürger. Seinen lobenden Worten schlossen sich zahlreiche würdigende Worte an, die "aufgelockert" wurden von einigen Darbietungen verschiedener Abteilungen des TV.
