1. Hand in Hand für eine gute Idee

    Gemeinschaftsaktion sorgt für ein neues Klettergerüst

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    Lügde (afk). Die Sekundarschule Lügde darf sich freuen: Auf ihrem Gelände steht nunmehr ein Klettergerüst, auf dem sich vor allem die Fünft- und Sechstklässler während der Pausen körperlich betätigen können. Dass dieses Gerät dort überhaupt aufgebaut werden konnte, war vor allem dem Förderkreis und der Schülervertretung zu verdanken, die gemeinsam für die Finanzierung des 4.000 Euroteures Gerüstes sorgten.

    Der zur Zeit 240 Mitglieder zählende Förderkreis der Sekundarschule Lügde besteht seit 20 Jahren. Zu seinem runden Geburtstag spendete er 2.000 Euro zur Erfüllung eines Wunsches der Schule. "Verbunden war das mit dem Auftrag an die Schüler, sich etwas Sinnvolles einfallen zu lassen", erinnert die Vorsitzende Elisabeth Siegmann. Die sehr agile Schülervertretung ließ sich nicht lange bitten. "Wir haben wir uns im SV-Team gemeinsam etwas überlegt und kamen zum Entschluss, etwas für unsere jüngeren Mitschüler anzuschaffen", berichten Laura Marx und Jannick Bartsch, die inzwischen beide bereits im Juni die Schule verlassen haben. "Als wir die Kataloge durchgesehen haben, was wir dafür kaufen könnten, haben wir schnell erkannt, dass diese zweitausend Euro nicht ausreichen würden", erzählt Laura. Aber statt irgendwo nur um Geld zu betteln übernahmen sie selbst die Initiative und organisierten unter Federführung von Angelo Höhl und Jannick Bartsch mit Unterstützung des Lehrervertreters Moritz Kaulfers im Mai einen Benefizlauf. Bei bestem Laufwetter drehten 500 Schüler unentwegt ihre 400 Meter-Runden auf dem Sportplatz. Jeweils in einer Doppelstunde konnten die Mädchen und Jungen ihren Sportsgeist und ihre Solidarität mit den jüngsten Mitschülern unter Beweis stellen. Der Erfolg überraschte am Ende dann alle, denn deutlich mehr als die erforderlichen zweitausend Euro wurden eingesammelt. Moritz Kaulfers zeigte sich voll des Lobes: "Eigentlich musste ich gar nichts machen. Das SV-Team hat alles in Eigenregie mit Bravour durchgeführt." In den Sommerferien machten sich Mitarbeiter des städtischen Bauhofes daran, das neue Holzklettergerüst an gut einsehbarer Stelle aufzubauen. Die Kosten für die Erdverankerung übernahm die Schule. Jetzt gab es die offizielle Übergabe des Gerätes und auch bereits eine Idee: Das Klettergerüst ist erweiterbar und ist auch an einer Stelle errichtet worden, die einen Anschluss problemlos ermöglicht. "Wir haben durch den Sponsorenlauf ja noch Mittel übrig, die dafür dann eingesetzt werden können", freuten sich die Ex-Schüler mit den Förderkreismitgliedern und Schulleiter Uwe Tillmanns. "Wir unterstützen gern Schulprojekte", versichert Elisabeth Siegmann. "Dazu brauchen wir aber die Unterstützung der Eltern durch eine Mitgliedschaft. Das kostet nicht viel, aber es hilft viel."

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