Lemgo. Die Volkshochschule Detmold-Lemgo lädt am Dienstag, 27. September, zur Semestereröffnung ein. Das Thema des Vortrags "Wut – Angst – Vorteile: Menschenfeindlichkeit und Rechtspopulismus hier und in Europa" ist hochaktuell. Auch die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus haben erneut gezeigt, dass viele Bürger sich durch die etablierte Politik nicht mehr aufgehoben fühlen. Die AfD gewinnt zweistellig, Wutbürger gehen auf die Straße, Pegida ruft zur Montagsdemo, Asylbewerberunterkünfte brennen und die Übergriffe auf fremd aussehende Menschen nehmen zu, hier und in Europa. Was ist los in Deutschland und Europa? Wie sind diese Phänomene zu erklären?
Prof. Dr. Andreas Zick, Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld, stellt in seinem Vortrag Forschungsergebnisse zur Verbreitung von Vorurteilen, Stereotypen und menschenfeindlichen Meinungen in Deutschland vor. Sie bilden auch den Kern von rechtsextremistischen wie auch rechtspopulistischen Orientierungen, die seit einigen Jahren an Zuspruch zugenommen haben. Nach einer Bestandsaufnahme soll der Frage nach den Ursachen der Feindseligkeiten nachgegangen werden. Stecken Sorgen hinter den Vorurteilen, oder sind sie nicht vielmehr auf mangelndes Wissen oder fehlende interkulturelle Kontakte zurückzuführen. Die Fragen nach Möglichkeiten für ein friedlicheres Miteinander und Wege aus dem Populismus öffnen die Diskussion mit dem Publikum. Karten für den Vortrag sind in der Volkshochschule erhältlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei und beginnt um 18 Uhr in der Aula des Marianne-Weber-Gymnasiums, Franz-Liszt-Str. 34, in Lemgo. Die Besucher werden gebeten, den Eingang Richard-Wagner-Straße zu benutzen.