Leopoldshöhe (kd). "Ein Verein trifft sich" lautete das Motto des Familientags des Breitensportvereins Ostwestfalen-Lippe (BSV). 120 Kinder und Erwachsene kamen auf dem Heimathof zusammen.
Die Mitglieder des BSV sind derzeit arg gebeutelt. Weil die Decke einer Sporthalle repariert wird, fallen Trainingszeiten aus. Durch den Abriss der Festhalle in Asemissen wird die Situation noch schwieriger. "Deswegen haben wir gesagt, wir laden einfach mal zu einem Sommerfest ein, der Verein trägt alle Kosten", sagte der Vorsitzende Andreas Brechmann. Vor 24 Jahren hat sich der BSV gegründet. Was klein begann, hat sich zu einer Gemeinschaft von 180 Mitgliedern entwickelt. Die meisten von ihnen wohnen in Asemissen. "Neben den beiden großen Leopoldshöher Sportvereinen können wir uns gut behaupten", sagte Brechmann. Auch in finanzieller Hinsicht gebe es keine Probleme. Derzeit werden die Sportarten Kempo Karate, Kobudo, Kick Aerobic und Kickboxen sowie "Fit gegen Gewalt" (Selbstverteidigung) und Spiel und Spaß für Kinder angeboten. Eine Teilnahme an Wettbewerben ist allerdings nicht vorgesehen. "Es geht um reines Freizeitvergnügen", sagte Brechmann. "Wir halten jedoch Kontakt zu anderen Vereinen und besuchen uns gegenseitig." Der Familientag bot Gelegenheit, mal außerhalb einer Sporthalle zusammenzukommen und sich auszutauschen. Der ruhig gelegene Heimathof, umgeben von Weiden und Feldern, bot dafür die richtige Kulisse. Kaffee und Kuchen, Getränke, Salate und Grillwürstchen waren reichlich vorhanden. Zum Höhepunkt entwickelte sich die große Hüpfburg, die zu einem Vergleichskampf geradezu einlud. Bei dem Spaßwettbewerb wurde die schnellste Zeit für die Überwindung der Schikanen ermittelt. Jeweils ein Jugendlicher und ein Erwachsener hatten die Chance, einen Jahresbeitrag geschenkt zu bekommen. Jeweils zwei Mitglieder traten gegeneinander an. Ohne große Vorbereitung, einfach auf gut Glück rannte Joshua Lenz (13) los und wurde in 10,3 Sekunden Sieger bei den Jugendlichen. Mit ausgefeilter Technik flog Max Hettmann über die Gefällstrecke und den Tunnel, um in sensationellen 7,1 Sekunden am Ziel anzukommen. Damit ließ es alle anderen Konkurrenten hinter sich. Mark Hoffmeister und Pascal Vogt hatten die Aufgabe völlig anders interpretiert. Zum Gaudi der Zuschauer suchten sie keineswegs den kürzesten Weg, sondern versuchten sich nach Kräften gegenseitig am Fortkommen zu behindern.
